Der Sanitärgroßhändler Holter baut in Wels (Oberösterreich) um zwölf Millionen Euro ein neues, hochautomatisiertes Kleinteilelager für Armaturen, Handbrausen und Co. Trotz der Krise in der Bauwirtschaft glaubt der Geschäftsführer an die Zukunft der Branche.
Die Bauwirtschaft steckt seit einigen Jahren in der Krise. Das spürt auch der Sanitär- und Heizungsgroßhändler Holter aus Wels: Der Umsatz stagniert bei rund 330 Millionen Euro. Dennoch baut Holter nun um zwölf Millionen Euro in ein neues Kleinteilelager am Firmenareal in Wels, das im Herbst 2027 in Betrieb gehen soll. „Wir sind ein Familienunternehmen. Wir denken nicht ans nächste Quartal, wir denken in Generationen. Darum glaube ich, dass man genau jetzt investieren sollte, auch wenn die Zeit wirtschaftlich schwierig ist“, sagt Geschäftsführer Markus Steinbrecher anlässlich des Spatenstichs am Montag. Denn die Branche werde sich durch die Energiewende positiv entwickeln.
In den Covid-Jahren wurde viel ins Eigenheim investiert. Das waren Vorzieheffekte, die sich jetzt auswirken.

Markus Steinbrecher, Holter-Geschäftsführer
Bild: HOLTER
80 % des Umsatzes mit Kleinteilen
Im neuen Lager liegen künftig Sanitärwaren wie Armaturen, Ventile oder Handbrausen. Acht von zehn Euro verdient Holter mit solchen Kleinteilen. Die Kunden sind großteils Installateure aus ganz Österreich. Das Zentrallager steht in Wels, von dort liefert Holter die bestellten Produkte in seine Niederlassungen in den Bundesländern.
Bisher wurden die Kleinteile auf 2200 m² gelagert – durch das neue, hochautomatisierte Lager verkleinert sich die Fläche auf 800 m². Zudem kann Holter sein Personal (insgesamt 830 Mitarbeiter) durch die Automatisierung anderweitig einsetzen. Zuletzt investierten einige Betriebe in Wels. Bei Holter war die Standortentscheidung schlussendlich logisch: Das Familienunternehmen ist seit 1873 fest in der Messestadt verankert.
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