Husten, Kopfweh

Vorsicht: Hitze führt zu höherer Ozon-Belastung

Steiermark
04.08.2026 05:00

Durch Hitze und Abgase kommt es aktuell in der Steiermark zu erhöhten Ozonbelastungen. Risikogruppen sollen achtgeben.

Und plötzlich zeigt die Wetter-App: extrem schlechte Luftqualität und einen dunkelroten Fleck über Graz. Während der aktuellen Hitzewelle war das in den vergangenen Tagen immer wieder der Fall, vor allem aufgrund von hohen Ozon-Werten. „Durch die Sonne werden Abgase aus Verkehr und Industrie wie Stickstoffdioxid in Ozon umgewandelt“, erklärt Marcus Hirtl von der GeoSphere Austria.

„Am späten Nachmittag erreichen die Werte ihren Höhepunkt, abends und in der Nacht gehen sie wieder zurück.“ Wenn kaum Wind bläst, bleiben Schadstoffe zudem eher in der Luft hängen. Die Folgen: Risikogruppen können unter Atembeschwerden, Tränenreiz, Müdigkeit oder Kopfschmerzen rechnen.

Zitat Icon

Durch die Sonne werden Abgase aus Verkehr und Industrie wie Stickstoffdioxid in Ozon umgewandelt.

Marcus Hirtl, GeoSphere Austria

„Belastung nicht zu leugnen“
Wolfgang Götzhaber, Referatsleiter für Luftreinhaltung in Graz, ist nicht alarmiert. Die Informationsschwelle, ab der die Bevölkerung gewarnt wird, liegt etwa bei 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, die Alarmschwelle bei 240. Der Zielwert für die menschliche Gesundheit allerdings, der im Gesetz definiert und im täglichen Luftgütebericht des Landes Steiermark angeführt ist, liegt bei 120 Mikrogramm pro Kubikmeter – und der wurde an fast allen Messstellen in der Steiermark außer in Liezen und am Grundlsee überschritten. „Eine gewisse Belastung ist nicht zu leugnen“, sagt Götzhaber.

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