„Dämonen vertreiben!“
Influencerin für Predigt aus Flugzeug geworfen
Sie wollte das Flugzeug nach eigenen Angaben von Dämonen befreien – und landete am Ende selbst vor der Tür: Eine evangelikale Influencerin erhob sich mitten im Flieger zu einer lautstarken Predigt. Wenig später schritt die Crew ein und warf die Frau hinaus.
Von Trunkenheit über Beleidigungen anderer Passagiere bis hin zum Ignorieren von Anweisungen der Crew: Aus Flugzeugen wurden schon viele Menschen geworfen. Der Grund, warum Whitney Lynn bereits vor dem Abheben aus der Maschine entfernt wurde, dürfte allerdings einzigartig sein: Die Influencerin hielt mitten an Bord eine Predigt.
Die selbst ernannte Evangelistin aus Florida saß in Orlando in einer Maschine von Alaska Airlines nach San Diego. Als sich der Flug verspätete, stand die 40-Jährige plötzlich auf, trat in den Mittelgang und rief laut: „Seid nicht frustriert, weil ich euch sage, dass Gottes Timing perfekt ist und er alles weiß.“
Lynn filmte ihren Auftritt selbst mit dem Handy und erklärte den Passagieren weiter: „Vielleicht bewahrt Gott uns heute vor einer Gefahr. Deshalb möchte ich, dass ihr beruhigt seid und wisst: Jesus Christus liebt euch so sehr, dass er für eure Sünden am Kreuz gestorben ist.“
Crew fühlte sich nicht mehr sicher
Kurz darauf forderte ein Flugbegleiter die Frau auf, die Maschine zu verlassen. In dem später von Lynn veröffentlichten Video ist zu hören, wie sie sich beschwert: „Sie können mir doch nicht einfach sagen, ich soll meine Sachen nehmen und rausgehen, ohne mir zu erklären, warum.“
Das war spirituelle Kriegsführung. Dämonen mögen den Namen Jesus nicht.
Influencerin Whitney Lynn
Der Mitarbeiter entgegnete, dass sich die Crew mit ihr an Bord nicht mehr sicher fühle. Lynn reagierte spöttisch: „Ach du meine Güte, ich wusste gar nicht, dass die Botschaft von Jesus Christus gefährlich ist. Ist sie vielleicht eine Waffe?“ Während sie ihre Sachen zusammenpackte und von zwei Flughafenmitarbeitern begleitet wurde, erklärte sie, ihre Predigt sei Teil einer „spirituellen Kriegsführung“ gewesen, weil „Dämonen den Namen Jesus nicht mögen“.
Alaska Airlines erklärte später gegenüber der „New York Post“, dass sich die Besatzung zunehmend Sorgen um das Verhalten der Passagierin gemacht habe. Die Frau sei deshalb aus Sicherheitsgründen von Bord gebracht worden. Später behauptete die Influencerin, sie habe auf der Rückfahrt zum Hotel sogar noch den Shuttlefahrer zum christlichen Glauben bekehrt.
Inzwischen erhielt Lynn zudem ein schriftliches Flugverbot für Alaska Airlines und die Partnergesellschaften der Fluglinie.








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