Das kann man tun

Hitze auch massive Belastung für Pflege zu Hause

Österreich
01.08.2026 05:00

Wohl kaum einen lässt die aktuelle Hitzewelle kalt. Doch für manche Gruppen in der Bevölkerung kann sie auch wahnsinnig gefährlich werden. Eine „Alles Clara“-Beraterin gibt Tipps für pflegende Angehörige bei diesen Extremtemperaturen.  

Für jene, die sich zu Hause – meist in völlig überhitzten Wohnungen – um pflegebedürftige Angehörige kümmern, sind die Temperaturen natürlich eine besondere Herausforderung. Die gemeinnützige Organisation „Alles Clara“ setzt sich genau mit der Unterstützung von pflegenden Angehörigen auseinander und entwickelt dafür laufend Leitfäden.

Schon ein Ventilator kann helfen
So hat auch die Beraterin und diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Beatrix Wassermann zu der außergewöhnlichen Hitze Tipps gegeben. Gegenüber der „Krone“ rät sie zur besonderen Vorsicht: „Das Empfinden ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.“

„Alles Clara“-Beraterin und diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Beatrix Wassermann
„Alles Clara“-Beraterin und diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Beatrix Wassermann(Bild: alles-clara.at)

Natürlich sollte man nach Möglichkeit die Wohnung kühl halten – da helfe auch schon ein einfacher Ventilator. „Was man machen kann, ist, atmungsaktive Kleidung zu tragen“, so Wassermann. Achtung: „Viele Menschen legen Kühlpacks direkt auf die Haut auf – und das verursacht Hautschäden.“

Flüssigkeit ist das Wichtigste
Aber die Regel Nummer eins: trinken, trinken, trinken. Besonders muss auf Demenzkranke geachtet werden. „Sie vergessen oft einfach darauf“, weiß „Alles Clara“-Beraterin Beatrix Wassermann. Und das sei bei dieser Hitze das Wichtigste. Auch Diabetes- und Krebskranke, speziell während einer laufenden Chemotherapie, haben einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf.

Für pflegende Angehörige gilt aber vor allem: Lieber einmal zu viel den Notruf wählen. Besonders alarmierende Anzeichen bei älteren oder kranken Personen sind Bewusstseinseintrübungen, Atemnot oder stark erhöhter beziehungsweise viel zu niedriger Blutdruck. Besonders bei Menschen, die sich nicht mehr selbst artikulieren können, empfiehlt es sich, regelmäßig den Blutdruck zu überprüfen. „Das kann ein gutes Indiz sein“, so Wassermann.

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