In den ersten sechs Monaten des Jahres verzeichnete Oberösterreich knapp 3700 Unternehmens-Neugründungen. Das sind zwar etwas weniger als im Vorjahreszeitraum, aber neunmal so viel wie die Anzahl der Firmenpleiten im selben Zeitraum.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Oberösterreich genau 3699 Unternehmen neu gegründet. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein großes Plus von 17 Prozent gab es hingegen bei den Betriebsübernahmen: 396 Firmen wurden heuer schon übernommen (im Vorjahr waren es 338).
Große Branchen-Unterschiede
Zwischen den Sparten gibt es deutliche Unterschiede: Im Gewerbe und Handwerk wurden mit 1504 Firmen die mit Abstand meisten Neugründungen verzeichnet. Dahinter folgen der Handel (991) sowie Information und Consulting (722). Und in der krisengebeutelten Industrie wurden immerhin drei Unternehmen neu gegründet.
Neunmal mehr Neugründungen als Pleiten
„Vor allem bei den technologisch-innovativen Start-ups merken wir einen Aufwärtstrend. Viele internationale Teams und das gut abgestimmte Unterstützungsnetzwerk in Oberösterreich leisten dazu ihren Beitrag“, sagt Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer OÖ, zu den Zahlen.
Interessant ist ein Vergleich: Den knapp 3700 neu gegründeten Unternehmen im ersten Halbjahr in Oberösterreich stehen „nur“ rund 410 Firmeninsolvenzen gegenüber. Es gab also etwa neunmal mehr Neugründungen als Pleiten.
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