Klimausweis und Co.

27 Fragen der hitzigen Art sollen Kühlung bringen

Niederösterreich
31.07.2026 11:45

Die Grünen bringen eine Anfrage ans Land zur Temperaturbelastung in heimischen Pflegeheimen ein. Außerdem fordern sie einen verpflichtenden Klimaausweis für öffentliche Gebäude. 

Gerade heuer jagt ein Temperaturrekord den nächsten. Die Hitze macht vor allem kranken und älteren Menschen besonders zu schaffen. „Hitze ist für pflegebedürftige Menschen, aber auch für Babys eine reale Gesundheitsgefahr. Überhitzte Zimmer können besonders bei vulnerablen Personen zu Kreislaufproblemen, Dehydrierung und Verwirrtheit führen“, so Silvia Moser, Gesundheitssprecherin der Grünen NÖ. „Das Land muss endlich für Abkühlung sorgen“, so der Tenor der Grünen.

Silvia Moser, Gesundheitssprecherin der Grünen NÖ
Silvia Moser, Gesundheitssprecherin der Grünen NÖ(Bild: Die Grünen NÖ)

Verpflichtender Klimaausweis
Daher wird nicht nur eine Anfrage mit 27 Fragen an die zuständige Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zur Hitzebelastung in NÖ Pflegeheimen eingebracht, sondern auch ein verpflichtender Klimaausweis für öffentliche Gebäude gefordert. Dieser soll verbindliche Kühl- und Hitzeschutzkonzepte, maximal zulässige Innenraumtemperaturen, Monitoring sowie einen Fahrplan für Nachrüstungen festlegen. Auch das bestehende Vorwarnsystem des NÖ Hitzeschutzplans wird kritisch beäugt. Der Schwellenwert von (gefühlten) über 35 Grad an drei aufeinanderfolgenden Tagen sei zu hoch angesetzt.

Die Anfrage wurde ans Büro der zuständigen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gerichtet.
Die Anfrage wurde ans Büro der zuständigen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gerichtet.(Bild: NÖAAB)

Checklisten mit Maßnahmen
Die Landesabteilung für Gesundheitsstrategie erklärt dazu: „Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner in den Pflege- und Betreuungszentren hat für das Land höchste Priorität. Gerade während Hitzeperioden wird der Hitzeschutz besonders ernst genommen.“ Bezüglich der konkreten Anfrage heißt es: Mithilfe von Checklisten werden Maßnahmen – wie gezieltes Lüften in den Morgen- und Abendstunden, Beschattungen und Sonnenschutz, das Verdunkeln der Räume oder der Einsatz von Ventilatoren oder Kühlgeräten – konsequent umgesetzt. Aktivitäten würden verstärkt in die Morgen- und Abendstunden verlegt und die Flüssigkeitsaufnahme sowie der Gesundheitszustand überwacht. 

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