In den nächsten Tagen werden die Freibäder wieder gestürmt. Aber Achtung: Gerade bei Wasserrutschen und Sprungtürmen passieren immer wieder schwere Unfälle, jedes Jahr verletzen sich hunderte Kinder und Jugendliche.
Fröhliches Lachen, planschende Kinder, Pommesduft – und dann ein Schmerzensschrei. Es gab einen Unfall bei der Wasserrutsche. Viele Besuche in Freibädern oder Badeseen enden leider auf diese Weise.
In Österreich landen jährlich bis zu 850 Kinder und Jugendliche nach einem Unfall auf der Rutsche oder am Sprungturm im Krankenhaus, etwa 120 davon sind aus der Steiermark. Alleine auf der Grazer Kinderchirurgie werden im Schnitt pro Jahr 36 junge Patienten deswegen behandelt.
Auffallend viele Kopfverletzungen
„Die häufigste Verletzungsursache ist das Anhauen während des Rutschens – nicht selten, weil auf Knien oder im Stehen gerutscht wird“, erklärt Peter Spitzer, Leiter des Forschungszentrums für Kinderunfälle beim steirischen Verein „Große schützen Kleine“. Beunruhigend ist außerdem, dass zwei Drittel der Verletzungen den Kopf betreffen, was im Vergleich zu anderen Freizeitunfällen ein sehr hoher Wert ist. Bei Wasserrutschen liegt der Altersdurchschnitt der Unfallopfer bei neun Jahren, beim Sprungturm bei elf Jahren.
Vor allem männliche Jugendliche ziehen sich Verletzungen zu. „Hier spielen wohl die Pubertät sowie das damit verbundene Imponierverhalten, der Gruppendruck und die Risikolust eine nicht zu unterschätzende Rolle“, vermutet Spitzer. Darum ist es wichtig, sich nie zu etwas überreden zu lassen und auch niemand anderen zu etwas drängen.
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