Kitze in Sicherheit

Wasserwerk-Areal als Schutzzone für „Bambis“

Niederösterreich
30.07.2026 11:00

Wenn es ums Überleben geht, dann scheuen Rehe keine Hindernisse. Aus dem Stand können sie bis zu zwei Meter hoch springen. Von der Weite her können die besten Springer des Waldes mindestens sechs Meter überwinden. Kein Wunder also, dass sie im umzäunten Felixdorfer Wasserwerk aus und ein gehen.

Der eineinhalb Meter hohe Zaun rund um das Brunnenschutzgebiet in Felixdorf, Bezirk Wiener Neustadt, stellt für Rehe kein Hindernis dar. Dieses Mal war es aber kein Kurzbesuch, sondern es ist ein längerer Aufenthalt, wie Wasserwerksmeister Markus Stangl-Ramoser schildert: „Wir haben nicht nur ausgewachsene Tiere sondern auch zwei Rehkitze entdeckt. Sie sind hier geboren worden, haben sich bei uns zurückgezogen und fühlen sich wohl. Im hinteren Bereich ist es komplett ruhig.“

Rehe wollen bleiben

Erst haben man versucht, das Tor weit zu öffnen, und die Waldbewohner so hinauszulocken. Doch die Rechnung ging nicht auf, im Gegenteil die Rehe waren aufgescheucht und verschreckt. Nach Rücksprache mit der Jägerschaft würden die Wildtiere, wenn sie groß genug sind, wieder zurück in den angrenzenden Wald springen.

Drei Wasserstellen zur Versorgung
Bis es soweit ist, halten die Mitarbeiter Abstand, führen Zaunkontrollen durch und stellen an drei Stellen Wasser zur Verfügung. Zufüttern sei nicht erforderlich. „Sie finden bei uns genügend Blattwerk, das ihnen auch hilft, Flüssigkeit aufznehmen“, so Stangl-Ramoser.

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