Beinahe täglich krallt sich laut einer Statistik des Alpenländischen Kreditorenverbandes der Pleitegeier eine Firma in Tirol, wie die „Krone“ berichtete. Dem Unternehmergeist hierzulande tut diese Entwicklung – gepaart mit weiteren schwierigen Rahmenbedingungen – jedoch keinen Abbruch.
Im ersten Halbjahr wurden exakt 1930 Firmen neu gegründet. „Das entspricht einem Plus von 13,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 und liegt damit deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt von 4,5 Prozent“, rechnen die Analysten aus der WK vor.
Die meisten Neugründungen entfielen auf die Sparten Gewerbe und Handwerk (37,8 %), Information und Consulting (23,4 %) sowie den Handel (22,9 %).
Wer ein Unternehmen gründet, braucht Zeit für Kundinnen und Kunden, für Innovationen und den Unternehmensaufbau, nicht für übermäßige Bürokratie.

Stefan Monitzer
Bild: Gabriel Marques
Durchschnittliches Gründungsalter bei 36,6 Jahren
Weiter geht aus der Halbjahresbilanz hervor, dass das Einzelunternehmen mit 82,6 Prozent die häufigste Rechtsform bei den neuen Firmen bleibt. Hinsichtlich des Alters dominieren die 30- bis 40-Jährigen, wie auch das durchschnittliche Gründungsalter von 36,6 Jahren deutlich beweist.
Laut Stefan Monitzer, dem Landesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft, „zeigen diese Zahlen, dass viele junge und engagierte Gründer Verantwortung übernehmen möchten“.
Verbesserungen bei der Bürokratie gefordert
Er fordert vor allem Verbesserungen hinsichtlich des bürokratischen Aufwands. „Wer ein Unternehmen gründet, braucht Zeit für Kundinnen und Kunden, für Innovationen und den Unternehmensaufbau, nicht für übermäßige Bürokratie.“
Ein digitaler One-Stop-Shop für Gründungen, bessere Finanzierungsmöglichkeiten und soziale Absicherung würden den Schritt in die Selbstständigkeit noch attraktiver machen, meint Monitzer.
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