Mit dem Auto ans Meer – für viele Niederösterreicher gehört das zum Sommer einfach dazu. Doch auf beliebten Reiserouten haben auch Trickbetrüger Hochsaison. Der ÖAMTC warnt vor dreisten Maschen.
Italien, Kroatien oder andere beliebte Urlaubsländer sind Traumziele vieler Niederösterreicher. Doch der Weg dorthin kann schnell teuer werden. Denn auf beliebten Reiserouten nehmen Trickbetrüger Urlauber gezielt ins Visier.
„Keinesfalls anhalten, wenn...“
Besonders häufig wird aus Italien laut ÖAMTC der sogenannte Spiegeltrick gemeldet. Dabei erzeugen Täter mit einem Stein oder einem ähnlichen Gegenstand einen lauten Knall am vorbeifahrenden Auto und behaupten anschließend, der Lenker habe ihren Außenspiegel beschädigt. Danach verlangen sie Bargeld. „Gibt es keine Hinweise auf einen tatsächlichen Schaden, sollte man keinesfalls anhalten“, rät ÖAMTC-Reiseexpertin Dagmar Redel. Wer dennoch stehen bleibt, sollte im Fahrzeug bleiben und die Polizei verständigen.
Nicht minder dreist ist die sogenannte Pannenhilfe-Piraterie. Nach einer Autopanne taucht oft innerhalb weniger Minuten ein vermeintlicher Abschleppdienst auf. Statt das Fahrzeug in die nächstgelegene Werkstatt zu bringen, steuern die Täter weit entfernte Betriebe an und verlangen überhöhte Abschlepp- und Reparaturkosten. Deshalb sollte man auch in solchen Stresssituationen nicht vorschnell fremde Hilfe annehmen, sondern zuerst den eigenen Pannendienst oder die Versicherung kontaktieren.
Manipulierte Reifen
Auch auf Rastplätzen ist Vorsicht geboten. Betrüger manipulieren dort unbemerkt Reifen, sodass das Auto wenig später liegen bleibt. Als vermeintliche Helfer stehlen sie anschließend Wertgegenstände aus dem Pkw. Der ÖAMTC rät deshalb, das Auto nach einem Stopp kurz zu kontrollieren und bei verdächtigen Situationen die Polizei zu verständigen.
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