Seit mehr als 20 Jahren führt die Wasserrettung in der Südsteiermark Schwimmkurse durch. Eine Erfolgsgeschichte – etwa 2000 Buben und Mädchen wurden unterrichtet.
Sommer, Ferien, Badewetter: Da macht der Sprung ins kühle Nass gleich noch einmal so viel Spaß. Doch immer wieder kommt es zu Unfällen mit zum Teil fatalem Ausgang. In Eibiswald und Leutschach setzt die steirische Wasserrettung daher auf Prävention und schwimmt damit auf der Erfolgswelle. Unter der Federführung von Ortsstellenleiter Adi Allesch werden seit mehr als 20 Jahren Schwimmkurse für Kinder durchgeführt, etwa 2000 Buben und Mädchen wurden unterrichtet.
Durch Zufall lernte er Jens Bullner kennen, der 2005 besonders häufig im Erlebnisbad Eibiswald anzutreffen war. „Ich habe für die Sportaufnahmeprüfung an der Uni Graz trainiert“, so Bullner. Heute unterrichtet er am Grazer Kepler-Gymnasium Sport und Biologe.
Seit 2006 führt er Perfektionskurse durch. Auch seine Geschwister Jason, Jim, Justine, Jessica, Joyce, Jeffrey, Jeremy und Josy sind längst in der Schwimmausbildung aktiv.
Bei den Anfängerkursen wird darauf geachtet, dass die Kinder richtig und gut brustschwimmen können. „Die richtige Schwunggrätsche ist entscheidend“, sagt Bullner. Die Praxis zeigt allerdings, dass Kinder oft nicht korrekt schwimmen können. „Der Beinschlag wird immer unökonomischer und ineffizienter. Die Kinder machen Scheren- und Delfinbewegungen.“
Der 25. Juli ist der Welttag der Ertrinkungsprävention. Wie der steirische Verein „Große schützen Kleine“ aufmerksam macht, starben von 2022 bis 2025 in Österreich 14 Kinder (jünger als 14 Jahre) durch Ertrinken, etwa gleich viele erlitten aufgrund des Sauerstoffmangels lebenslange, teils schwere Behinderungen. „Das besonders Tückische am Ertrinken ist, dass bereits wenige Zentimeter Wassertiefe und drei bis fünf Minuten genug sind, um ein junges Leben zu beenden“, sagt Vereinspräsident Holger Till. „Zudem ertrinken Kinder meist lautlos und unauffällig.“ Eltern sollen ihre Kleinen daher im Wasser nie unbeaufsichtigt lassen und sich nicht auf Schwimmhilfen verlassen. Auffällige, neonfarbene Badebekleidung hilft, Kinder zu finden.
„80 Prozent der Kinder können nach dem Anfängerkurs schwimmen“, betont Allesch, der als Polizist 18 Jahre dem österreichischen Exekutiv-Kader für Schwimmen angehörte. Vor Kurzem endete in Eibiswald ein weiterer Perfektionskurs mit 32 teilnehmenden Kindern – das ist ein neuer Rekord!
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