In der Innenstadt von Wiener Neustadt droht zwei privaten Wohnhäusern mit 129 möblierte Apartments für Studierende, Bildungspersonal und Kurzzeit-Vermietung das Aus. Aber noch hofft man auf eine Weiterführung. Betroffen sind fünf Dienstnehmer und 23 Gläubiger.
Nur wenige Schritte sind es von den beiden Studentenwohnheimen mit insgesamt 129 Wohneinheiten bis zum City Campus der FH Wiener Neustadt. Diese Nähe war es auch, warum die Bestandsgebäude vor nicht einmal zehn Jahren adaptiert wurden.
Die möblierten Mini-Wohnungen von bis zu 43 Quadratmetern könnten bald versperrt bleiben. Der Grund: Die Betreiber, die Campus Residence Ungargasse GmbH und die Campus Residence Grünangergasse GmbH, sind laut Creditreform und AKV Europa insolvent.
Laufende Kosten zu hoch
Die Energie-, Betriebs- und Finanzierungskosten seien schuld, dass man mit 10,3 Millionen Euro in der Kreide stehe. „Freie Einheiten wurden über Airbnb angeboten, um die Auslastung zu erhöhen“, informiert Gerhard Moser von Creditreform. Doch auch diese Rechnung ging nicht auf.
Gerichtsverfahren noch offen
Dem nicht genug gibt es noch ein Gerichtsverfahren betreffend behaupteter Mietzinsminderungsansprüchen von Bewohnern. Eine weitere finanzielle Belastung für die Betreiber.
Beantragt wurde nun in beiden Fällen ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung mit einer 20-Prozent-Mindestquote. Keinen „Engpass bei Wohnraum für Studierende“ sieht man dadurch bei der Fachhochschule. Dennoch werde „die weitere Entwicklung aufmerksam beobachtet“, heißt es.
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