In Österreich rollt schon bald die nächste Hitzewelle an. Wetterexperte Marcus Wadsak warnte bereits: „Aber – da kommt noch was und es kommt wohl dicke.“ Der Plan: Wenn das Thermometer wieder über die 30-Grad-Marke klettert, greifen viele zu möglichst luftiger Kleidung. Hauptsache kühl, Hauptsache bequem. Doch genau das bringt Harald Glööckler (61) auf die Palme.
Für den deutschen Modedesigner ist Hitze keine Ausrede für einen nachlässigen Look. Seine klare Ansage gegenüber der Deutschen Presse Agentur: „Auch bei 35 Grad sollte man sich, wenn man in die Öffentlichkeit geht, mit Niveau kleiden.“ Für Glööckler darf Bequemlichkeit niemals dazu führen, den eigenen Stil über Bord zu werfen.
Shorts bei Hitze als Unterhose?
Besonders Männer bekommen ihr Fett weg. Immer wieder sehe er Menschen, die in Outfits unterwegs seien, die eher ins Schlafzimmer oder ans Schwimmbad gehörten als auf die Straße. „Man sieht leider immer wieder Männer in Shorts, die sie vermutlich auch als Unterhose nutzen“, sagt der Designer. Badelatschen und allzu lässige Kombinationen sind für ihn ebenfalls ein absolutes No-Go.
Doch auch die Damenwelt bleibt von seiner Mode-Kritik nicht verschont. Glööckler stören Hosen, „die eher an einen Schlafanzug erinnern“, ebenso wie BH-Träger, die unter Sommertops hervorblitzen. Gerade leichte Stoffe könnten schnell zum Problem werden. Sie seien zwar angenehm zu tragen, würden aber oft „alles verraten, was besser nicht sichtbar werden sollte“.
Für den Designer kommt es vor allem auf den Anlass an. Ob Büro, Konzert oder Freibad – jedes Outfit müsse zur Situation passen. Sein Tipp: luftige Materialien wie Leinen. Sie seien angenehm kühl und würden gleichzeitig elegant wirken. Ebenso wichtig seien ein guter Schnitt und eine hochwertige Verarbeitung.
Tipp: Rechtzeitig vorsorgen
Wer modisch durch den Sommer kommen möchte, sollte nach Glööcklers Ansicht außerdem rechtzeitig vorsorgen. Viele Menschen hätten zwar passende Kleidung für fast jede Gelegenheit im Schrank. Nur eben nicht für Hitzetage. Dann werde spontan irgendetwas angezogen. Das Ergebnis? Für den Modeschöpfer oft „eine einzige Katastrophe“.
Mit seiner klaren Ansage dürfte Harald Glööckler die Diskussion über Sommermode neu anheizen. Seine Botschaft ist eindeutig: Hitze entschuldigt vieles – aber keinen schlechten Stil.
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