Die anhaltende Trockenheit erhöht die Gefahr von Feuersbrünsten – vor allem in den Wäldern Niederösterreichs. Mit einer neuen Informationskampagne will das Land nun für mehr Vorsicht und Eigenverantwortung sorgen.
Bereits mehr als 600 Wald- und Flurbrände wurden heuer in Niederösterreich registriert. Besonders betroffen sind laut dem Europäischen Waldbrand-Informationssystem das Weinviertel, das Marchfeld, das Wiener Becken und das Industrieviertel. Mit einer neuen Schwerpunktkampagne will das Land nun verstärkt auf Prävention setzen. Alle Gemeinden erhalten kostenlose Transparente mit dem Aufdruck „Erhöhte Waldbrandgefahr“, die bei Wanderparkplätzen, Waldeingängen und anderen stark frequentierten Stellen aufgestellt werden sollen. Zusätzlich stehen Plakate in unbegrenzter Stückzahl zur Verfügung.
Landesvize Stephan Pernkopf erinnerte bei der Präsentation im Kaiserwald in St. Pölten an die derzeit in allen Bezirken geltenden Waldbrand-Verordnungen. „Jeder kleine Funke wird zur großen Gefahr. Daher gilt es, Hirn und Hausverstand einzuschalten“, so Pernkopf. Verboten sind unter anderem Lagerfeuer, Grillen, Rauchen sowie das Wegwerfen brennender Gegenstände – auch auf trockenen Wiesen. Verstöße können mit Geldstrafen von bis zu 7270 Euro oder vier Wochen Freiheitsstrafe geahndet werden.
Feuerwehren sind gerüstet
Auch die Feuerwehren haben sich auf die steigende Gefahr eingestellt. „Seit 2024 haben sich die Einsatzstunden in diesem Bereich allein im ersten Halbjahr auf 13.000 verdreifacht“, sagte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Für Waldbrände stehen 33 Spezialfahrzeuge sowie ein Sonderdienst mit rund 600 Feuerwehrmitgliedern bereit. Davon sind laufend 150 bis 200 Einsatzkräfte verfügbar.


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