So, 19. August 2018

Weiterflug verwehrt

09.10.2014 12:03

Frau wegen Twitter-Postings von Bord geflogen

Weil sie sich auf Twitter wiederholt kritisch über eine Fluggesellschaft geäußert hat, ist einer Frau in den USA der Weiterflug untersagt worden. Das behauptet zumindest die Betroffene Lisa Carter-Knight. Die Fluggesellschaft JetBlue weist die Vorwürfe zurück.

Begonnen hatte alles mit einem Scherz: "Ich hoffe, es gibt eine voll ausgestattete Bar an Bord", sagte einer der Passagiere während des Boardings von Flug 760 von Philadelphia nach Boston. Der Pilot bekam dies offenbar in den falschen Hals, fühlte sich als Alkoholiker diffamiert und sah sich daraufhin laut einem Bericht des lokalen Fernsehsenders WCVB-TV per Gesetz dazu verpflichtet, sich einem Alkoholtest zu unterziehen, wodurch sich der Abflug verspätete.

Carter-Knight griff daraufhin zum Smartphone und twitterte: "Großes Debakel auf Flug 760 in Philadelphia: Pilot beschuldigt Passagiere, ihn der Trunkenheit beschuldigt zu haben, alle Passagiere zurückbeordert." Während die Passagiere am Gate noch auf das Ergebnis des Alko-Tests warteten, zwitscherte Carter-Knight weiter, dass die Maschine wegen des "widerspenstigen" Piloten nach wie vor nicht abgehoben sei. In einer weiteren Kurznachricht bezeichnete sie den Flugkapitän als "wütend".

Boarding verwehrt
Dieser Tweet dürfte bei der Fluggesellschaft JetBlue das Fass zum Überlaufen gebracht haben, denn nach einer weiteren Nachricht darüber, dass die Maschine noch immer am Boden stehe, teilte Carter-Knight mit, dass ihr die Airline aufgrund ihrer "Social-Media-Berichterstattung" das Boarding untersagt habe. Pilot und Personal hätten ihr jeden weiteren Service verwehrt. Die erboste Antwort – ebenfalls via Twitter – der Mutter darauf: "Jet Blue verweigert mir den Heimflug zu meinen drei Kindern. Danke für die Unterstützung alleinerziehender Mütter."

Kundin bekam Flugkosten zurückerstattet
JetBlue äußerte sich gegenüber "CNET" sehr nüchtern zu dem Vorfall. Kunden würden des Flugzeugs verwiesen, wenn sie störten oder nach Einschätzung des Flugpersonals eine Gefahr für die Sicherheit darstellten, so eine Sprecherin der Fluggesellschaft. "Es ist nicht unsere Art, Kunden für ihre Kritik in einem Medium zu verweisen. In diesem Fall erhielt die Kundin eine Rückerstattung und entschied sich, mit einer anderen Airline weiterzufliegen."

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