„Gängige Maschen“

ÖAMTC warnt vor falscher Pannenhilfe im Ausland

Ausland
17.07.2026 10:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Reisende, die mit dem Auto unterwegs sind, werden immer wieder Opfer von Betrugsmaschen – vor allem in der Urlaubszeit. Der Mobilitätsclub ÖAMTC hat jetzt auf die gängigsten Maschen hingewiesen und Tipps gegeben, um ihnen vorzubeugen.

Eine Betrugsmasche in beliebten Urlaubsländern wie Italien ist demnach der sogenannte Spiegeltrick. Dabei erzeugen Täterinnen und Täter durch einen Steinwurf oder einen ähnlichen Gegenstand einen lauten Knall am vorbeifahrenden Fahrzeug und beharren anschließend darauf, dass die Lenkerin oder der Lenker den Außenspiegel ihres Fahrzeugs beschädigt habe. Anschließend wird Geld gefordert, um den Schaden zu begleichen. „Gibt es keine Hinweise auf einen tatsächlichen Schaden, sollte man keinesfalls anhalten. Wer dennoch stehen bleibt, bleibt am besten im Fahrzeug und besteht darauf, die Polizei zu rufen – das schreckt die Täterinnen und Täter in der Regel ab“, empfiehlt ÖAMTC-Reiseexpertin Dagmar Redel.

Eine weitere gängige Masche ist die Pannenhilfe-Piraterie. Dabei taucht nach einer Panne auf einer Autobahn im Ausland scheinbar zufällig ein Abschleppdienst auf und bietet seinen Dienst an. Das Fahrzeug wird jedoch nicht zur nächstgelegenen Werkstatt gebracht, sondern häufig in einen weit entfernten Betrieb, verbunden mit überhöhten Abschlepp- und Reparaturkosten. Wer Mitglied bei einem Mobilitätsclub ist, sollte diesen im Ernstfall kontaktieren, sagte Redel. „So wird Hilfe über verlässliche Partner vor Ort organisiert und eine Kostenübernahme kann sichergestellt werden.“

Manipulation von Reifen
Manche Betrügerinnen und Betrüger manipulieren gar unbemerkt die Reifen eines Fahrzeugs. Nach der Panne tauchen sie plötzlich auf und nutzen die Situation aus, um Wertgegenstände zu stehlen. „Nach jedem unbeaufsichtigten Halt empfiehlt es sich, das Fahrzeug kurz zu kontrollieren. Wer zum Anhalten gedrängt wird, sollte im Auto bleiben, die Türen verriegeln und gegebenenfalls die Polizei verständigen“, rät Redel. Gerade Touristinnen und Touristen seien durch Sprachbarrieren und Ortsunkenntnis besonders anfällig für Trickbetrug. Die Fallen könnten jede und jeden treffen und teuer werden, warnte der ÖAMTC in einer Aussendung am Freitag.

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