Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Emily Cox und Co. drehten in Wien-Hietzing die schwarze Komödie „Der von oben“. Die „Krone“ war an den letzten Drehtagen live mit dabei und sprach mit den Hauptdarstellern.
Die Liebe zwischen Paul (Robert Stadlober) und Elke (Emily Cox) ist erkaltet. Sie leben in Scheidung, aber Elke und ihr sympathischer Neuer Gerd (Jonas Nay) erlauben Paul, vorerst in ihrem Dachboden zu wohnen, bis er sich in seinem Leben neu orientiert hat. Dann geschieht ein letaler Zwischenfall, der den faulen Paul erweckt und in die Bredouille bringt. Wie lässt man eine Leiche verschwinden? Vor allem wenn die Ex-Schwägerin (Stefanie Reinsperger) als Polizistin ermittelt? Eine schwarzhumorige Tour de Force beginnt.
Am Rande des Lainzer Tiergartens in Wien-Hietzing wurde mehrere Wochen an „Der von oben“ gearbeitet – die „Krone“ war bei einem der letzten Drehtage mit dabei und ließ sich von den Hauptdarstellern näher in die Welt der schrägen Komödie hineinziehen. „Wir spielen die Szenen nicht wie eine Komödie, sondern wie ein Drama“, so Stadlober, „es ist eher die Absurdität der Situation, die für die Komik im Film sorgt.“ Lose erinnert sein Charakter Paul ihn an sich selbst, so der Schauspieler: „Er hat kein Leistungsstreben oder Lust auf Karriere. Am liebsten würde er den ganzen Tag auf einer Wiese sitzen, ein bisschen Gitarre spielen, eine Pizza essen und einen Film schauen. Das wurde auch in meiner Jugend in den 90er-Jahren als Ideal von Popkultur verkauft.“
Stadlober und auch Emily Cox gaben die Dreharbeiten die Möglichkeit, mehr Zeit mit den eigenen Familien im heimatlichen Wien zu verbringen. „Es gibt hier auch so gute Filme und Raum für tollen, schwarzen Humor. Ich bin noch eine junge Mama und konnte Dreh und Familie toll unter einen Hut bringen.“ Die komödiantische Handlung ließe sich am ehesten mit „Breaking Bad“ vergleichen, so Cox, „vor allem in Bezug auf manche Extreme.“
Obwohl es im Westen Wiens etwas kühler ist, fiel ein Großteil der Dreharbeiten in die rekordverdächtige Hitzewelle, was vor allem bei den Dachbodenszenen für eine Ausnahmesituation sorgte. „Die Maskenbildnerinnen konnten uns kaum trocken halten, aber die Produktion hat schnell reagiert und Klimaanlagen eingebaut. Anders wäre es nicht gegangen.“ Reinsperger kennt Uniformen mittlerweile äußerst gut (u.a. „Tatort“, „Braunschlag“): „Ich habe vor allem wegen Regisseur Christopher Schier und dem tollen Cast zugesagt. Wir haben während der Hitzewelle gedreht und uns trotzdem nicht die Schädel eingeschlagen“, lacht sie. „Der von oben“ soll voraussichtlich 2027 im ORF ausgestrahlt werden. Der Dreh verspricht Großes.
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