
Der Kufsteinerland Radmarathon feiert von 21. bis 23. August 2026 sein zehnjähriges Jubiläum – und mit ihm eine Erfolgsgeschichte, die über den Sport hinausreicht. Viele „Player“ in der Region sind mit Feuereifer dabei.
Was 2016 mit rund 350 Teilnehmern aus vier Nationen begann, ist heute mit rund 1500 Startern ein Fixpunkt im Tiroler Radsportkalender. Doch was macht den Erfolg des Radmarathons aus?
Für Veranstalter Frank Rietzler vom RC Radsportevents Tirol war die Richtung von Anfang an klar: „Unser Ziel war immer eine Veranstaltung mit hoher Qualität und maximaler Sicherheit.“ Nicht spektakuläre Extremstrecken, sondern ein hochwertiges und sicheres Erlebnis hätten den Radmarathon wachsen lassen.
Von Unternehmen bis zu Vereinen
Für Georg Hörhager, Obmann des Tourismusverbandes Kufsteinerland, ist die Veranstaltung längst ein Aushängeschild für die gesamte Region. „Das Kufsteinerland hat eine enorme Qualität für den Radsport.“ Entscheidend seien vor allem die starken Partnerschaften – von Unternehmen über Vereine bis zu den Bike-Shops, die ihrerseits von der Strahlkraft des Großereignisses profitieren würden. Bei 1500 Teilnehmern sind auch die Nächtigungen – durch Sportler samt Begleitung und Fans – durchaus relevant.
TVB dreht an vielen Schrauben mit
Wie eng Sport, Tourismus und Regionalentwicklung zusammenarbeiten, betont Lina Schneeweiß vom Tourismusverband Kufsteinerland. Neben der Vermarktung kümmere sich der TVB um Infrastruktur, Beschilderung, Kartenmaterial und die Einbindung regionaler Partner. Internationale Großveranstaltungen wie die Straßenrad-WM 2018 oder die Tour of the Alps hätten zusätzlich gezeigt, dass sich das Kufsteinerland als Radsportdestination einen Namen gemacht hat.
Die Stärke des Events liegt dabei auch in den regionalen Partnerschaften.
Georg Hörhager, Obmann TVB Kufsteinerland
Eigens alkoholfreies Bier gebraut
Auch die regionale Wirtschaft nutzt die Bühne des Radmarathons. Lisa Luginger-Bichler von der Schwoicher Brauerei Bierol sieht in der Partnerschaft den idealen Schulterschluss: „Bierbrauen und Radsport haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick denkt: Beides braucht Ausdauer, Leidenschaft und Präzision.“ Mit dem alkoholfreien Sportbier „OHA“, das gemeinsam mit Sportlern und Ernährungsexperten entwickelt wurde, reagiert das Unternehmen auf den Trend zu bewusstem Genuss.
Holz-Carbon-Rad ist der Beitrag von HTL-Schülern
Einen Blick in die Zukunft des Radsports lieferten schließlich die Vorarlberger HTL-Schüler Vincenz und Adrian. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit entwickelten sie ein Rennrad aus einem Holz-Carbon-Verbund. Seine Rennpremiere soll das außergewöhnliche Rad beim Kufsteinerland Radmarathon feiern, bevor es beim Ötztaler Radmarathon an den Start geht.
Nach zehn Jahren zeigt sich jedenfalls, dass der Kufsteinerland Radmarathon längst mehr als ein Sportevent ist – er verbindet Tourismus, Wirtschaft, Innovation und Ehrenamt.
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