Tiefrote Grazer? Jetzt haben sie es schon wieder getan – und das mit noch größerer Wucht! Die Grazer haben wie erstmals vor fünf Jahren die KPÖ zur Nr. 1 in der zweitgrößten Stadt Österreichs gewählt. Ist mehr als ein Drittel der Grazer tiefrot? Mitnichten. Manche malten nach Kahrs erstem Sieg – symbolisch – Hammer und Sichel und den bevorstehenden damit verbundenen Weltuntergang an das Grazer Rathaus. Das ist natürlich nicht passiert. So wie vieles andere genauso wenig passiert ist, das aber in einer großen Stadt notwendig wäre. Die Wirtschaft etwa ächzt und muss nun weiter auf positive Signale warten.
Typen sind gefragt. Doch die eindrucksvoll bestätigte Bürgermeisterin wird sich weiter nicht in bekannte politische Muster pressen, auch nicht messen lassen – sie ist nicht anders, sondern ganz anders. Was bedeutet das für die Politik außerhalb der steirischen Landeshauptstadt? Vor allem: Persönlichkeiten wären gefragt. Dann darf es auch ein Vertreter einer Partei wie die KPÖ sein. Die ÖVP, bis 2021 Bürgermeisterpartei in Graz, pendelt sich auf niedrigem Niveau ein, während die SPÖ ihren freien Fall ungebremst fortsetzt. Bundespolitische Konsequenzen? Iwoh! Babler sitzt doch fest im Sattel… Und die FPÖ, der man nachsagt, sie gewinnt auch, wenn sie als Kandidat nur eine Fahnenstange aufstellt: Graz beweist, dass die Bäume dann eben doch nicht wie gewohnt in den Himmel wachsen. Graz beweist: Keine farblosen Kandidaten, sondern Typen sind gefragt!
Kommen Sie gut durch den Montag!
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.