Gleich zwei ähnliche Unfälle mit Gleitschirmen bzw. Paragleitern ereigneten sich am Freitag in Tirol. Gegen 11 Uhr stürzte eine 38-jährige Pilotin in der Wildschönau (Bezirk Kufstein) heftig auf den Boden. Eine Stunde später erwischte es auch einen 34-Jährigen!
Den Anfang machte eine 38-jährige Chinesin, die im Niederau einen Schulungsflug mit einem Gleitschirm unternommen hatte. Sie startete gegen 10.45 Uhr vom Paragleit-Starplatz Markbachjoch in Richtung Tal.
Während ihres Fluges wurde sie von einem 32-jährigen deutschen Fluglehrer angeleitet. Gegen 11 Uhr wollte die Frau am Landeplatz im Ortsteil Grafenweg landen. Dabei schlug sie jedoch hart am Grasboden auf und verletzte sich dabei am Oberschenkel. Sie wurde von der Rettung ins Bezirkskrankenhaus Kufstein eingeliefert.
Pilot stürzte im alpinen Gelände ab
Nur gut eine Stunde später mussten Einsatzkräfte erneut ausrücken. Dieses Mal geriet ein 34-jähriger Slowake während eines Gleitschirmfluges im Bereich der Wanglspitze in den Tuxer Alpen aus bislang unbekannter Ursache in Turbulenzen.
Der Mann war gegen 8 Uhr vom Startplatz Melchboden im Zillertal zu einem Flug gestartet und hatte im Bereich Obernberg am Brenner gewendet, wie die Polizei mitteilt. Auf dem Rückflug setzte er einen der beiden mitgeführten Rettungsschirme ein. Dieser habe sich laut einem Zeugen auch vollständig geöffnet.
Dennoch landete der Pilot im Bereich der Bergstation der Wanglspitzbahn unkontrolliert im alpinen Gelände. Er setzte noch selbstständig den Notruf ab. Nach der Bergung durch die Bergrettung Tux und den Notarzthubschrauber „Heli 4“ wurde er mit erheblichen Verletzungen in die Innsbrucker Klinik geflogen.
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