Ein dramatischer Vorfall in St. Pölten zeigt: In Verbindung mit gewissen Thermen kann sich hochgiftiges Kohlenmonoxid beim Einsatz von Klimageräten in Wohnungen ansammeln.
Brütende Hitze herrscht derzeit in vielen Wohnungen, selbst nachts kühlen die Räume nicht mehr ab. Kein Wunder also, dass immer mehr Bewohner oft Abhilfe mit mobilen Klimageräten schaffen. Doch beim Einsatz dieser Geräte ist Vorsicht geboten.
Einsatz zeigt Gefahren auf
Ein Feuerwehreinsatz in St. Pölten führte die Gefahren vor Augen. „Zwei Personen hatten in einer Wohnung eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten“, berichtet Mateusz Fryn. Die Ursache: ein Klimagerät. „Viele Menschen wissen nicht, dass Klimageräte in Verbindung mit raumluftabhängigen Gasthermen lebensgefährliche Situationen hervorrufen können“, warnt der Kommandant der Landeshauptstadt-Feuerwehr.
Kohlenmonoxid ist besonders tückisch, weil man es wieder sieht, noch riecht. Es ist allerdings hochgiftig.

Mateusz Fryn Kommandant der Feuerwehr St. Pölten
Bild: BFKDO St. Pölten
Abgase ziehen nicht ab
Denn die Klimaanlage leitet warme Raumluft ins Freie, dadurch kann in der Wohnung Unterdruck entstehen. Fryn: „Das kann dazu führen, dass Abgase der Therme nicht durch den Rauchfang abgeleitet werden, sondern in der Wohnung bleiben.“ Die Folgen: Kopfschmerzen und Schwindel bis zu Bewusstlosigkeit und sogar Tod.
CO-Warnmelder bringen Sicherheit. „Sie sind günstig und einfach zu montieren“, betont der Experte.
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