Aufregung im Gemeinderat Leobersdorf: Eine Widmung soll ohne öffentlich aufliegendem Verkehrsplan durchgeführt werden. Der Ortschef winkt aber ab: „Eins nach dem anderen!“ Ein Verkehrsgutachten liegt bereits auf der Gemeinde vor, ein zweites ist laut Land NÖ noch in Ausarbeitung.
Flächenwidmungen werden in Leobersdorf spätestens seit dem Verkauf des einstigen KZ-Areals mit Argusaugen beobachtet. Aktuell ortet Gemeinderat Christian Husar von der Liste Leobersdorf Jetzt, fehlende Informationen rund um zwei Gebiete: „Ein fertiges Verkehrsgutachten wird der Bevölkerung vorenthalten!“
Anfrage beim Land NÖ
Schützenhilfe bekommt er vom NEOS-Abgeordneten Christoph Müller: „Wenn ein Verkehrsgutachten die Grundlage für eine weitreichende Umwidmung ist, dann muss es auch öffentlich zugänglich sein.“
Gemeinsam brachten sie beim Land NÖ eine Anfrage und eine Aufsichtsbeschwerde ein. Bürgermeister Andreas Ramharter dazu: „Das Gutachten des Gemeindeplaners ist auf der Gemeinde einsehbar.“
„Das Gutachten des Gemeindeplaners liegt am Gemeindeamt auf und ist einsehbar. Die Aussage ist, dass es zu keinen Verkehrsbelastungen kommen wird.“
Bürgermeister Andreas Ramharter
Zweites Gutachten in Ausarbeitung
Die Veröffentlichung des zweiten Gutachtens eines weiteren Planers ist derzeit nicht vorgesehen, da „diese Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist“, erklärt Straßenbaudirektor-Stellvertreter Christof Dauda. Dieses stehe nicht ausschließlich in Zusammenhang mit gegenständlichen Umwidmungsverfahren in Leobersdorf – sondern gemeinsam mit anderen Gemeinden.
Kein Punkt in Gemeinderatssitzung
Umwidmungen seien in der heutigen Gemeinderatssitzung kein Thema, so der Ortschef: „Erst werden Stellungnahmen der Bürger bearbeitet, dann kommt alles in den Bauausschuss, beschlossen wird im Gemeinderat, geprüft vom Land.“
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