Mo, 20. August 2018

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12.09.2014 18:18

Malalas Attentäter laut Militär gefasst

Das pakistanische Militär hat die Festnahme jener Attentäter bekannt gegeben, die im Oktober 2012 die Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai lebensgefährlich verletzt hatten. Wie die Armee am Freitag mitteilte, wurden insgesamt zehn Verdächtige festgenommen. Demnach gab es einen gemeinsamen Einsatz von Armee, Polizei und Geheimdiensten. Ein Sprecher der Taliban dementierte allerdings die Angaben des Militärs.

Es seien drei Kämpfer in den Angriff verwickelt gewesen, hieß es in einer Erklärung der radikalen Gruppe. Einer von ihnen ist demnach bereits tot.

"Die in den Angriff auf Malala Yousafzai involvierte Gruppe wurde festgenommen", hatte Generalmajor Asim Bajwa zuvor bekannt gegeben. Die Gruppe gehöre zu der islamistischen Organisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP). Der Plan zum Angriff auf Malala sei vom TTP-Führer Maulana Fazlullah entwickelt worden.

Bekannt wurde Malala mit einem Blog für den britischen Rundfunksender BBC, den sie im Alter von elf Jahren zu schreiben begann. Darin beschrieb die Tochter eines Schulleiters ihr Leben unter den radikal-islamischen Taliban, die vorübergehend das Swat-Tal an der Grenze zu Afghanistan kontrollierten, bevor die Armee sie wieder vertrieb. Sie schrieb von den Gräueltaten der Gotteskrieger, vor allem gegen Frauen und Kinder.

Taliban-Kämpfer schossen gezielt in Malalas Kopf
Am 9. Oktober 2012 stiegen mehrere Taliban-Kämpfer in den Schulbus, in dem Malala saß. Einer schoss ihr gezielt in den Kopf und verletzte sie schwer. Dank einer raschen Notoperation in Pakistan und einer anschließenden Behandlung im Großbritannien überlebte das Mädchen das Attentat.

Malala wurde nach dem Angriff zur Behandlung nach Großbritannien gebracht, wo sie bis heute lebt. Im vergangenen November wurde Malala mit dem Sacharow-Preis des Europaparlaments ausgezeichnet. Sie sei eine "Überlebende, eine Heldin, eine ungewöhnliche junge Frau", sagte der Präsident des Parlaments, Martin Schulz, damals. Die Jugendliche habe daran erinnert, dass "Bildung und Wissen die besten Waffen gegen Intoleranz, Gewalt und Armut" seien.

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