Vielerorts kletterten die Temperaturen in der Steiermark am Montag bereits auf über 32 Grad. Für viele „Hackler“ ist die aktuelle Hitzewelle eine enorme Belastung. Am Dach und vor dem Kebab-Spieß ist schwitzen im Moment vorprogrammiert.
Egal ob vor dem Kebab-Spieß, am Dach oder am Bau: Die Hitze bringt aktuell alle Steirer ins Schwitzen. Während sich manche in ein klimatisiertes Büro oder ins Freibad retten können, ist die Flucht in eine kühlere Umgebung bei Weitem nicht für alle möglich
Den Grazer Jakominiplatz meidet man aktuell am besten, denn aufgeheizter Beton und wenig Schatten sind bei den derzeitigen Temperaturen keine gute Kombination. Noch heißer als draußen ist es aber hinter dem Verkaufstresen von „Kapadokya Kebap“-Chef Osman. Gemeinsam mit zwei Mitarbeitern bedient er Kunden, die Schweißperlen stehen ihnen dabei auf der Stirn. Vor dem Grill des Kebab-Spießes ist die Hitze noch intensiver.
Dachdecker: „Früher gab es zumindest eine Übergangszeit“
Vom Jakominiplatz geht es hoch hinaus. Dachdecker und Spengler kommen oft in den Genuss eines Arbeitsplatzes mit Aussicht, im Sommer möchte vermutlich aber kaum jemand mit ihnen tauschen. „Früher gab es zumindest eine Übergangszeit, heute wird es quasi von einem Tag auf den anderen so heiß“, sagt Andrea Poglonik von der Bauspenglerei und Dachdeckerei Poglonik.
Bei wolkenlosem Himmel und Sonne kann es am Dach schon einmal 60 bis 70 Grad bekommen: „Da müssen die Arbeiter mit Handschuhen arbeiten, weil alles so heiß ist, dass man es nicht mehr angreifen kann.“ Der beste Schutz? „Viel trinken ist das Wichtigste. Sonnenhüte, Sonnencreme und Pausen im Schatten gehören bei diesem Wetter aber auch dazu“, erzählt Poglonik.
Viel trinken ist das Wichtigste. Sonnenhüte, Sonnencreme und Pausen im Schatten gehören bei diesem Wetter aber auch dazu.
Andrea Poglonik, Bauspenglerei und Dachdeckerei Poglonik
Polizisten haben keine „Sommer-Kluft“
Auch den steirischen Polizisten wird derzeit sicher nicht kalt. Sie tragen im Sommer und Winter dieselbe Uniform. In der Vergangenheit wurden allerdings Maßnahmen gesetzt: „Bei besonders herausfordernden Diensten mit langer Stehzeit in der Sonne wurden die Einsatzstunden begrenzt“, heißt es auf „Krone“-Anfrage. Zudem stehen den Beamten Sonnenbrillen und Sonnencreme zur Verfügung.
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