Wiederwahl
Halonen als Präsidentin Finnlands wiedergewählt
Der von den beiden großen bürgerlichen Parteien des Landes unterstützte Niinistö gratulierte Halonen vor laufenden TV-Kameras mit einem Handkuss zur Wiederwahl. "Die Frau hat gewonnen, der Mann hat verloren", sagte der 57-jährige frühere Finanzminister, der trotz der Niederlage von seinen Fans bei einer Wahlparty enthusiastisch gefeiert wurde.
Nach den rückläufigen Umfragen der letzten Wochen zeigte sich Halonen sichtlich erleichtert. "Das zweite Mal war nicht leichter, das kann ich Ihnen versichern", sagte Halonen. Sie betonte, dass ihre tägliche Arbeit unmittelbar weiter gehe. Die Sozialdemokratin Halonen war im Jahr 2000 nach einer Stichwahl gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Aho als erste Frau in den finnischen Präsidentenpalast eingezogen.
Politologen führten die Niederlage Niinistös, der den Umfragen der letzten Wochen zeitweise bis auf zwei Prozentpunkte an Halonen herangekommen war, zum Teil auf Halonens Amtsbonus und zum Teil auf Niinistös Unterstützung für einen NATO-Beitritt Finnlands in seiner Wahlkampagne zurück.
Finnland gegen NATO-Beitritt
"Die klare Mehrheit der Finnen will keine NATO-Beitritt. Wenn es nur darum gegangen wäre, dann hätte Halonen noch viel deutlicher gewonnen", sagte der Politologe Heikki Patomäki. Der bekannte Innenpolitik-Experte Tuomo Martikainen betonte, auch diesmal hätte Frauenfrage mit entschieden: "Ein Grund für ihren Erfolg ist es, dass die Stimmen der Frauen noch immer einen Unterschied machen", so der emeritierte Politikwissenschafter.
Die Wahlbeteiligung blieb mit 77,2 Prozent am Sonntag hinter jener in der Stichwahl vor sechs Jahren (80,2 Prozent) zurück.
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