Die mit großen Ambitionen angetretene Türkei beweint das WM-Aus. Nicht nur der frühere Rapid-Spieler Mert Müldur vergoss nach dem 0:1 gegen Paraguay bittere Tränen. Arda Güler war konsterniert. „Wir sind richtig, richtig traurig. Das ist auch beschämend, wir entschuldigen uns bei unserem Volk. Wir sind einfach sehr traurig. Wir sind ehrlich gesagt alle am Weinen,“, sagte der Starspieler der Türken.
Teamchef Vincenzo Montella zeigte sich entsetzt über das torlose Scheitern, machte seinen Spielern nach der erneut frustrierenden Partie mit 32 erfolglosen Torschüssen aber keinen Vorwurf. „Es ist wirklich schockierend, sich nach nur zwei Spielen von der WM verabschieden zu müssen“, sagte Montella. Sein Team sei leider nicht vom Glück verfolgt gewesen.
„Fußball ist nicht logisch“
„Wir haben uns Chancen erarbeitet, aber irgendwie wollte der Ball einfach nicht rein. Wir hätten sicherlich präziser sein können, aber ich kann den Spielern nichts vorwerfen“, sagte der Italiener und stellte fest: „Fußball ist nicht logisch. Genau das macht ihn zum schönsten Sport der Welt.“
Möglicherweise sei sein Team bei der ersten Teilnahme nach dem dritten Platz 2002 an der zu hohen Erwartungshaltung gescheitert. „Vielleicht hat uns der Druck, nach so langer Abwesenheit wieder bei einem großen Turnier anzutreten, sogar unbewusst beeinflusst“, sagte Montella, der bald nach dem nur noch bedeutungslosen letzten Match gegen den bereits fix im Sechzehntelfinale stehenden Gastgeber USA am Freitag abgelöst werden könnte.
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