Zum ersten Mal gibt es bei der heurigen Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vorgeschriebene Trinkpausen in jeder Halbzeit. Diese soll bei den heißen Temperaturen in Nord- und Mittelamerika zum Schutz der Spieler dienen. Doch jetzt gibt es Kritik.
Hitze-Experten sind sich einig: Die Pause ist eigentlich viel zu kurz! Die Spieler haben pro Halbzeit drei Minuten Zeit um sich zu erholen und Flüssigkeit aufzunehmen. Doch Fachleute fordern zum Schutz der Kicker mindestens fünf bis sechs Minuten.
Sicherheit wird vorgegaukelt
Denn die Gefahr ist ernst: Bei extremer Hitze drohen laut Wissenschaftlern Leistungsabfall, Kreislaufprobleme – im schlimmsten Fall sogar lebensgefährliche Hitzeschläge! Die Kritiker warnen, dass die aktuelle Regeln nur Sicherheit vorgaukeln würde, das eigentliche Problem aber nicht lösen.
Obwohl sich Hitze-Experten längere Pausen wünschen, gab es aber auch bereits Kritik, dass die sogenannte Hydration Break überhaupt eingeführt wurde. Denn viele Fans sind sich sicher, dass die FIFA damit nur noch mehr Geld lukrieren will. TV-Sender nutzen die kurze Unterbrechung nämlich für Werbung, sprich: Der Weltverband verdient damit viele Millionen Euro zusätzlich.
Auch einige Spieler und Trainer sind keine Fans der Pause. „Diese drei Minuten unterbrechen alles“, sagte der französische Nationaltrainer Didier Deschamps bereits Ende März nach einem Freundschaftsspiel gegen Brasilien.
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