Wie soll die Brigittenau künftig aussehen? Mit dem neuen Mitmach-Budget können Bewohnerinnen und Bewohner ihre Ideen direkt einbringen und Projekte anstoßen. Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm erklärt, wie Beteiligung funktioniert und warum der persönliche Austausch dabei entscheidend ist.
Wie soll sich das eigene Grätzl entwickeln? Welche Projekte braucht der Bezirk wirklich? Mit dem neuen Mitmach-Budget gibt die Brigittenau ihren Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, genau diese Fragen aktiv mitzugestalten.
Die Resonanz übertrifft bereits jetzt die Erwartungen. Ideen werden sowohl online über die Mitmach-Plattform als auch analog eingereicht. Für Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm ist das ein klares Zeichen dafür, dass das Interesse an direkter Beteiligung groß ist.
„Der größte Erfolg ist schon jetzt, dass sich die Menschen aktiv Gedanken über ihren Bezirk machen.“

Christine Dubravac-Widholm, Bezirksvorsteherin des 20. Wiener Bezirks
Bild: krone.tv
Von der Idee zum Projekt
Der Ablauf ist klar strukturiert: Nach der Einreichung prüfen die zuständigen Dienststellen die Umsetzbarkeit und die Finanzierungsmöglichkeiten. Anschließend werden die Vorschläge politisch diskutiert und schließlich von den Bezirksrätinnen und Bezirksräten beschlossen.
Doch auch Ideen, die aktuell nicht umgesetzt werden können, verschwinden nicht in der Schublade. Viele Vorschläge bleiben auf der Agenda und können in den kommenden Jahren erneut geprüft werden.
Kreative Ideen mit Mehrwert
Unter den zahlreichen Einreichungen finden sich kreative und ungewöhnliche Vorschläge. Besonders in Erinnerung geblieben ist der Wunsch nach einem „Tierwald“ – einem Waldstück ausschließlich für Wildtiere. Auch wenn dafür derzeit die nötigen Flächen fehlen, zeigt die Idee, wie vielfältig die Vorstellungen der Menschen für ihren Bezirk sind.
Zu den persönlichen Favoriten der Bezirksvorsteherin zählen Gemeinschaftsgärten und zusätzliche Graffiti-Wände für Jugendliche. Projekte also, die möglichst vielen Menschen zugutekommen und das Miteinander stärken.
Mit der Roadshow direkt zu den Menschen
Neben der digitalen Beteiligung setzt die Bezirksrätin bewusst auf persönliche Begegnungen. Deshalb wird sie mit ihrem Team im Juli und August mit einer Roadshow im gesamten Bezirk unterwegs sein.
Ob in Parks, auf Plätzen oder an stark frequentierten Orten – Ziel ist es, möglichst viele Menschen dort zu erreichen, wo sie ihren Alltag verbringen. Die Termine werden unter anderem über die Bezirks-Homepage bekanntgegeben.
Politik beginnt im Gespräch
Für Christine Dubravac-Widholm steht fest: Gute Bezirkspolitik entsteht vor allem durch den direkten Kontakt mit den Menschen.
Wer aufmerksam zuhört, erfährt oft mehr als aus offiziellen Anliegen oder Beschwerden hervorgeht. Gerade die Themen zwischen den Zeilen seien es, die langfristig Verbesserungen für den Bezirk ermöglichen.
Mit dem Mitmach-Budget und der Roadshow setzt die Brigittenau deshalb auf einen einfachen Grundsatz: Wer hier lebt, soll auch mitgestalten können. Denn die besten Ideen für einen Bezirk kommen oft direkt aus der Nachbarschaft.
Wann und wo der direkte Austausch mit den Menschen im Bezirk stattfindet und welche Ideen die Brigittenau künftig prägen könnten, können Sie im Interview auf krone.at sowie auf Krone TV am 21. Juni um 12:10 Uhr und am 22. Juni um 10:50 Uhr ansehen.