Mit einem 10-Punkte-Maßnahmenpaket fordern die Vorarlberger Grünen eine Stärkung der Gesundheitsversorgung für Frauen und Mädchen. Vorgesehen ist u. a. die Sicherung von Geburtsmöglichkeiten in jedem Bezirk sowie eine lückenlose Hebammenbetreuung.
Die jüngsten Entwicklungen in der Vorarlberger Spitallandschaft stoßen bei den Grünen auf scharfe Kritik. Die Schließung von Geburtenstationen sowie Einschnitte bei den Zentren für Brustgesundheit und Gynäkologie in Dornbirn seien ein Warnsignal, mahnen die Grüne Frauensprecherin Eva Hammerer und Sozialsprecherin Christine Bösch-Vetter. Sie werfen der schwarz-blauen Landesregierung vor, die Interessen von Frauen an den Rand zu drängen.
Niederschwelliges Frauengesundheitszentrum
Als Gegenmodell präsentiert die Partei ein umfassendes Maßnahmenpaket, das in den kommenden Monaten durch öffentliche Aktionen begleitet werden soll. Zu den Kernforderungen gehört die Sicherung von Geburtsmöglichkeiten in jedem Bezirk sowie eine lückenlose Hebammenbetreuung, um Frauen die freie Wahl des Geburtsortes zu garantieren. Zudem fordern die Grünen die Einrichtung eines niederschwelligen Frauengesundheitszentrums in Vorarlberg, das Beratung zu Themen wie Menstruation, Brustgesundheit und den Wechseljahren bietet. Weitere zentrale Punkte des Programms sind der Ausbau der kassenärztlichen gynäkologischen Versorgung, die Schaffung zertifizierter Endometriose-Zentren sowie Aufklärungskampagnen, um die oft jahrelangen Diagnosewege bei Frauenkrankheiten zu verkürzen.
Neben einer eigenen Gewaltambulanz und mehr Angeboten für die psychische Gesundheit plädiert die Partei auch für die kostenlose Bereitstellung von Menstruationsprodukten und Verhütungsmitteln an Schulen und öffentlichen Einrichtungen, um Frauen angesichts der Teuerung finanziell zu entlasten. Ziel der Initiative ist es, die gesundheitlichen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen wieder konsequent in den Mittelpunkt der Landespolitik zu rücken.
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