Ausschluss gefordert

Wirbel um Geste: Jetzt spricht WM-Schiedsrichter!

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Von krone Sport

Der australische Schiedsrichter Shaun Evans hat den Verdacht einer umstrittenen Handgeste während der TV-Übertragung des WM-Spiels zwischen Deutschland und Curacao (7:1) energisch zurückgewiesen. 

„Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Überzeugung zu vermitteln“, wurde Evans in einer Mitteilung des Fußball-Weltverbandes FIFA zitiert.

Der 38-jährige Unparteiische war vor dem Anpfiff der Partie am Sonntag in Houston kurz im Video-Schiedsrichterraum mit seinen Kollegen gezeigt worden. In der Sequenz, die einige Sekunden dauerte, formte er mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen Finger aus. Viele Fans forderten einen WM-Ausschluss: In sozialen Netzwerken wurde danach spekuliert, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für „White Power“ verwendet wird. 

Evans wies dies strikt zurück. „Natürlich verstehe ich, wie die Geste interpretiert wurde, und ich bedaure dies. Dennoch möchte ich unmissverständlich und kategorisch erklären, dass ich das besagte Handsymbol weder wissentlich noch absichtlich gezeigt habe“, sagte er. Die Berichterstattung im Anschluss an diesen Vorfall spiegle „einfach nicht wider, wer ich bin“.

„Unwillkürliches, unterbewusstes Zucken“
Er selbst habe nur eine Erklärung für die Szene: Es müsse sich „bei der Bewegung um ein unwillkürliches, unterbewusstes Zucken“ gehandelt haben, über das er sich „in diesem Moment gar nicht bewusst war, sie ausgeführt zu haben.“

Keine Konsequenzen
Seine viel diskutierte Handgeste hat jedenfalls keine Konsequenzen durch die FIFA. Das unabhängige Disziplinarkomitee habe die Angelegenheit geprüft und keinen Beweis für einen Verstoß gegen den FIFA-Disziplinarcode festgestellt, teilte der Weltverband auf dpa-Anfrage mit.

Zumal die Handgeste nicht eindeutig ist. Sie wird in vielen Ländern auch als „Okay“-Zeichen verwendet. Gleichzeitig wird das Symbol aber auch seit einigen Jahren von rechtsextremen Gruppen genutzt. Dort gilt es als Zeichen für die angebliche Überlegenheit weißer Menschen.

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