Instagram „explodiert“

Verrückt: Spanien-Schreck wird zum Internet-Star

Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Er hat den allergrößten Anteil an Kap Verdes Fußball-Märchen: Der 40-jährige Tormann Vozinha brachte Spanien beim sensationellen 0:0 in der WM-Gruppenphase am Montag zum Verzweifeln. Und danach explodierte regelrecht die Follower-Zahl auf Instagram: Von rund 50.000 auf über zwei Millionen ...

Der Kap-Verde-Schlussmann ließ die Fans nicht nur mit seinen Paraden, sondern auch seinem Namen staunen: Vozinha heißt auf Portugiesisch kleine Großmutter. Prompt wurde er zum gefeierten Social-Media-Star.

(Bild: AFP/ROBERTO SCHMIDT)

Der brasilianische Sender Caze TV hatte seine Zuschauer während der Halbzeitpause aufgefordert, dem Keeper auf Instagram zu folgen. Das eigentliche Ziel, die 100.000 Follower, war schon nach einer Minute erreicht. 90 Minuten nach Schlusspfiff folgten dem 40-Jährigen 1,8 Millionen Menschen. Mittlerweile sind es bereits über zwei Millionen (Stand Montag um 22 Uhr MESZ).

Nach dem Schlusspfiff waren bei Vozinha die Emotionen hochgekommen: Mit wässrigen Augen blickte er ins Rund der riesigen Arena in Atlanta. Der Routinier hatte allen Angriffen und Schüssen der spanischen Stars getrotzt. In den letzten Minuten der ersten Hälfte zeigte er gleich mehrere starke Paraden, und danach war er immer Herr seines Strafraums. Zu Recht wurde er als bester Spieler der Partie ausgezeichnet.

(Bild: GEPA)

In Kap Verde ist Vozinha, der sein 90. Länderspiel bestritt, eine große Nummer, in Europa reichte es bisher aber nicht für Schlagzeilen. Zuletzt spielte er zwei Saisonen beim portugiesischen Zweitligisten GD Chaves. Der Vertrag mit dem Klub läuft Ende dieses Monats aus. Seine Zukunft ist noch offen, sein Marktwert gering: 50.000 Euro schilderte das Online-Portal transfermarkt.com für ihn aus. In Europa stand er schon in Zypern, Moldawien und der Slowakei unter Vertrag.

So kam es zum Spitznamen
Immer trug er dabei den Namen Vozinha. „Ich spielte in den Straßen meiner Heimatstadt oft mit älteren Kindern Fußball. Weil ich sehr ehrgeizig war, ärgerte ich mich über die Niederlagen und stampfte danach wütend nach Hause“, erzählte er gegenüber FIFA.com. „Da ich bei meinen Großeltern wohnte, machten sich die anderen Kinder lustig über mich, indem sie sagten, ich würde mich bei meinen Großeltern beklagen. So kam es zum Spitznamen Vozinha.“

(Bild: AFP/JUSTIN SETTERFIELD)

In der WM-Qualifikation spielte Vozinha in fünf von acht Partien zu null. Zum torlosen Remis gegen Spanien trug er sieben Paraden bei. Nur einmal musste er das Glück in Anspruch nehmen, als ein Schuss in der 37. Minute von seiner Latte abprallte.

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