Bei Salzburgs Laienensembles bricht die Freiluft-Saison an. Erste Produktionen von Seekirchen bis St. Veit laufen. Der Amateurtheaterverband weckt bei der Jugend früh Interesse.
Wie viele Stunden die rund 2500 Mitglieder von Salzburgs Amateurtheaterbühnen Saison für Saison investieren, kann schwer nachgezählt werden. Die Hobby-Bühnen bieten eine Alternative zum schnellen Durchklicken am Handy: „Bei uns berühren noch echte Menschen“, betont Veronika Pernthaner-Maeke vom Amateurtheaterverband, der mit speziellen Workshops auch direkt an die Schulen geht.
Gespielt wird im ganzen Land. In St. Veit bezaubern die Darsteller von Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ in der Freiluftszenerie vor der Kirche. Früher war das noch der Garten des Pfarrers. Im Jahr 2000 gründete sich dann die Laien-Truppe.
Was Theaterarbeit ausmacht? „Wir machen alles ehrenamtlich. Der Reinerlös wird gespendet“, so Reini Pühringer. Ihn fasziniert die Vielfalt auf der Bühne: „Vom Bösewicht bis zu Clown oder Liebhaber stehen einem alle Charaktere offen.“ Gregor und Elke Hettegger spielen Beatrice und Benedikt, die Hauptrollen. „Sie sind Kontrahenten“. Dass die beiden im echten Leben ein Ehepaar sind, bringt zusätzliche Spannung in die Wortgefechte. Die Tochter, eine Profischauspielerin, die als Kind hier begann, führt Regie.
Auch in Seekirchen gibt es Bretter, die die Welt bedeuten. Gespielt wird wieder im sogenannten Hippingerstadl (das Stück „Und alles auf Krankenschein“). Maria Spatzenegger: „Unsere Gruppe ist bunt zusammengewürfelt. Manche machen schon seit ihrer Kindheit mit.“
Nach sieben Jahren Pause gibt es auch beim Arlerhof in Abtenau in diesem Sommer wieder Freilufttheater. Und Thalgau probt gerade für „Tod am Nil“ (Premiere im Juli). Großer Vorteil: Die Drehbühne ist je nach Wetter auf innen oder außen schwenkbar.
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