Ewiges Provisorium?

Der Bauzaun, der einfach nicht verschwinden will

Oberösterreich
11.06.2026 14:59

Ein Jahr nach seiner ersten Forderung steht der Bauzaun am Urfahraner Jahrmarktgelände noch immer. Für FPÖ-Stadtrat Michael Raml ist das unverständlich: Während die Stadt bereits drei Millionen Euro für Sitzstufen, Aufenthaltsbereiche und eine Aussichtsplattform eingeplant hat, fehle offenbar das Geld für einfache Maßnahmen wie Blumentröge oder mobile Begrünung.

Sitzstufen an der Donau, neue Aufenthaltsbereiche und eine Aussichtsplattform am Wasser: Die Pläne für die Aufwertung des Urfahraner Jahrmarktgeländes liegen längst auf dem Tisch. Drei Millionen Euro hat die Stadt dafür eingeplant. Erst im April wurde die weitere Projektabwicklung vom Gemeinderat an den Stadtsenat übertragen, um die Umsetzung zu beschleunigen. Wer heute über das Gelände spaziert, bekommt von all dem allerdings noch wenig zu sehen.

„Zwölf Monate später steht er noch immer dort“
Statt neuer Aufenthaltsqualität prägt weiterhin ein Bauzaun das Bild. Genau das kritisiert FPÖ-Stadtrat Michael Raml – und zwar bereits zum wiederholten Mal. „Vor einem Jahr habe ich gefordert, den Bauzaun endlich durch attraktivere Lösungen zu ersetzen. Zwölf Monate später steht er noch immer dort und verschandelt das Gelände“, ärgert sich Raml.

Eindruck einer Dauerbaustelle
Für ihn geht es dabei gar nicht um die große Neugestaltung, sondern um Maßnahmen, die sofort umgesetzt werden könnten. Der derzeitige Zustand vermittle Besuchern den Eindruck einer Dauerbaustelle, obwohl sich das Areal direkt an einer der attraktivsten Lagen der Stadt befinde. „Aus dem Provisorium wurde längst ein Dauerzustand. Die Menschen verstehen nicht, warum für Sitzstufen und Aussichtsplattformen Millionenbeträge bereitstehen, aber für ein paar Blumentröge oder bepflanzte Kübel offenbar kein Geld vorhanden ist“, sagt der 38-Jährige. „Dabei könnte man den Bauzaun mit einfachen Mitteln ersetzen und das Gelände sofort deutlich freundlicher wirken lassen.“

„Weg mit dem hässlichen Bauzaun“
Gerade jetzt wäre laut Raml der richtige Zeitpunkt dafür. Zwischen den Veranstaltungen werde das Areal von Spaziergängern, Radfahrern und zahlreichen Besuchern genutzt. „Niemand erwartet, dass die gesamte Umgestaltung von heute auf morgen fertig ist. Aber mobile Grünflächen, große Pflanztröge oder andere gestalterische Elemente wären rasch umsetzbar und würden zeigen, dass tatsächlich etwas weitergeht. Der erste Schritt wäre, diesen hässlichen Bauzaun endlich verschwinden zu lassen.“ 

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