Der FC Wacker kehrt mit dem 2. Liga-Aufstieg in den Profi-Fußball zurück. Tiroler Klubs spielten in der 1974 eingeführten Klasse immer wieder eine große Rolle. Teil 5: Viele Jahre spielte die WSG Wattens in der zweithöchsten Klasse und krönte das dann 2019 mit dem Aufstieg in die Bundesliga.
Der große Traum der WSG Wattens ging im fünften Anlauf in Erfüllung. 2019 schafften die Grün-Weißen endlich den Aufstieg in die Bundesliga – mit Trainer Thomas Silberberger und Manager Stefan Köck (entdeckten auch Talente wie Christian Gebauer und David Schnegg). Maßgeblich daran beteiligt war Benjamin Pranter. „No Pranter, no Party“, sagte Köck.
Schlüsselfigur
Der Spielmacher und Standard-Spezialist führte die Tiroler zum Meistertitel. „Da gibt es natürlich viele schöne Erinnerungen. Unser Lauf am Ende mit sechs Siegen in sechs Spielen und der Aufstieg in Horn waren etwas Besonderes, da wurde richtig gefeiert“, erzählte der 36-Jährige, der heuer die Fußballschuhe an den Nagel hängte.
Auch an die drei Siege gegen Wacker in der Saison 2016/17 denkt die WSG-Legende, die gemeinsam mit Flo Toplitsch zehn Jahre beim Verein kickte, gerne zurück. Aber auch eine unglaublich lange Heimreise wird er nie vergessen: 2018 war die WSG im Winter in Spanien auf Trainingslager, als die Rückflüge ausfielen. Damit man rechtzeitig wieder zuhause war, fuhren sie mit dem Bus – 24 Stunden, auch weil der Busfahrer im Navi Wattenscheid statt Wattens eingegeben hatte
Nachbarschaftshilfe
Auch Anfang der 2000er war die WSG bereits in der 2. Liga. In der Saison 2000/01 war man (mit dem jetzigen Bayern-Sportdirektor Christoph Freund) abstiegsgefährdet, deshalb wurden im Winter Stefan Köck, Thomas Grumser, Alex Hörtnagl und Florian Sturm vom FC Tirol nach Wattens geschickt, auch Michael Streiter kam. „Das war aber eine bittere Erfahrung“, erzählte Köck, „wir sind trotzdem abgestiegen.“
Bereits in der Spielzeit 1995/96 war Köck an Wattens verliehen. „Da haben wir auf Schnee gegen FC Linz mit Hugo Sanchez gewonnen“, erinnerte sich das WSG-Urgestein.
2018/19 T. Silberberger Platz 1 65 Punkte
2017/18 T. Silberberger Platz 7 40 Punkte
2016/17 T. Silberberger Platz 5 51 Punkte
2000/01 G. Steinlechner Platz 10 34 Punkte
1999/00 G. Steinlechner Platz 8 38 Punkte
1997/98 W. Schwarz Platz 12 34 Punkte
1996/97 F. Peer Platz 11 38 Punkte
1995/96 F. Peer Platz 9 36 Punkte
1993/94 G. Rinker Platz 15 13 Punkte
1992/93 G. Rinker Platz 11 22 Punkte
1991/92 G. Rinker Platz 4 28 Punkte
1990/91 H. Kraft Platz 7 25 Punkte
1989/90 H. Kraft Platz 2 38 Punkte
1984/85 G. Rinker Platz 10 30 Punkte
1983/84 G. Rinker Platz 11 29 Punkte
1982/83 K. Geisler Platz 13 25 Punkte
Eine starke Saison gelang den Wattenern dafür ein paar Jahre vorher. Direkt nach dem Aufstieg aus der Regionalliga, als das Team von Trainer Heli Kraft (mit Roland Kirchler, Thomas und Harald Eder, Robert Ablinger) 1989/90 auf Anhieb Platz zwei belegte.
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