Tiroler 2. Liga-Klubs

Die große Party nach 16 Saisonen in der 2. Liga

Tirol
27.07.2026 16:00

Der FC Wacker kehrt mit dem 2. Liga-Aufstieg in den Profi-Fußball zurück. Tiroler Klubs spielten in der 1974 eingeführten Klasse immer wieder eine große Rolle. Teil 5: Viele Jahre spielte die WSG Wattens in der zweithöchsten Klasse und krönte das dann 2019 mit dem Aufstieg in die Bundesliga.

Der große Traum der WSG Wattens ging im fünften Anlauf in Erfüllung. 2019 schafften die Grün-Weißen endlich den Aufstieg in die Bundesliga – mit Trainer Thomas Silberberger und Manager Stefan Köck (entdeckten auch Talente wie Christian Gebauer und David Schnegg). Maßgeblich daran beteiligt war Benjamin Pranter. „No Pranter, no Party“, sagte Köck.

Benni Pranter traf 2017 gegen WM-Goalie Alex Schlager (damals FAC).
Benni Pranter traf 2017 gegen WM-Goalie Alex Schlager (damals FAC).(Bild: GEPA)

Schlüsselfigur
Der Spielmacher und Standard-Spezialist führte die Tiroler zum Meistertitel. „Da gibt es natürlich viele schöne Erinnerungen. Unser Lauf am Ende mit sechs Siegen in sechs Spielen und der Aufstieg in Horn waren etwas Besonderes, da wurde richtig gefeiert“, erzählte der 36-Jährige, der heuer die Fußballschuhe an den Nagel hängte.

Auch an die drei Siege gegen Wacker in der Saison 2016/17 denkt die WSG-Legende, die gemeinsam mit Flo Toplitsch zehn Jahre beim Verein kickte, gerne zurück. Aber auch eine unglaublich lange Heimreise wird er nie vergessen: 2018 war die WSG im Winter in Spanien auf Trainingslager, als die Rückflüge ausfielen. Damit man rechtzeitig wieder zuhause war, fuhren sie mit dem Bus – 24 Stunden, auch weil der Busfahrer im Navi Wattenscheid statt Wattens eingegeben hatte

Michael Streiter (gegen Ex-Salzburg Trainer Struber) kickte im Frühjahr 2001 für Wattens in der ...
Michael Streiter (gegen Ex-Salzburg Trainer Struber) kickte im Frühjahr 2001 für Wattens in der 2. Liga.(Bild: Christof Birbaumer)

Nachbarschaftshilfe
Auch Anfang der 2000er war die WSG bereits in der 2. Liga. In der Saison 2000/01 war man (mit dem jetzigen Bayern-Sportdirektor Christoph Freund) abstiegsgefährdet, deshalb wurden im Winter Stefan Köck, Thomas Grumser, Alex Hörtnagl und Florian Sturm vom FC Tirol nach Wattens geschickt, auch Michael Streiter kam. „Das war aber eine bittere Erfahrung“, erzählte Köck, „wir sind trotzdem abgestiegen.“

Bereits in der Spielzeit 1995/96 war Köck an Wattens verliehen. „Da haben wir auf Schnee gegen FC Linz mit Hugo Sanchez gewonnen“, erinnerte sich das WSG-Urgestein.

WSG Wattens in der 2. Liga

2018/19      T. Silberberger      Platz 1        65 Punkte

2017/18      T. Silberberger      Platz 7        40 Punkte

2016/17      T. Silberberger      Platz 5        51 Punkte

2000/01      G. Steinlechner     Platz 10     34 Punkte

1999/00      G. Steinlechner     Platz 8       38 Punkte

1997/98      W. Schwarz           Platz 12     34 Punkte

1996/97      F. Peer                    Platz 11     38 Punkte

1995/96      F. Peer                    Platz 9       36 Punkte

1993/94      G. Rinker                Platz 15     13 Punkte

1992/93      G. Rinker                Platz 11     22 Punkte

1991/92      G. Rinker                Platz 4       28 Punkte

1990/91      H. Kraft                  Platz 7       25 Punkte

1989/90      H. Kraft                  Platz 2       38 Punkte

1984/85      G. Rinker                Platz 10    30 Punkte

1983/84      G. Rinker                Platz 11    29 Punkte

1982/83      K. Geisler               Platz 13    25 Punkte

Eine starke Saison gelang den Wattenern dafür ein paar Jahre vorher. Direkt nach dem Aufstieg aus der Regionalliga, als das Team von Trainer Heli Kraft (mit Roland Kirchler, Thomas und Harald Eder, Robert Ablinger) 1989/90 auf Anhieb Platz zwei belegte.

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