Die Neuordnung der Grazer Ordensspitäler steht vor dem Abschluss: Nach den Barmherzigen Brüdern konzentrieren nun auch die Elisabethinen alle Abteilungen an einem Standort. In den nächsten beiden Wochen steht eine gewaltige Siedel-Aktion an.
Ein logistischer Kraftakt geht in den kommenden zwei Wochen in Graz über die Bühne: Ein Krankenhaus siedelt! Die Elisabethinen verlegen ihre bisher in Eggenberg (in der Nähe des UKH) untergebrachten Abteilungen in das Stammhaus in der zentralen Elisabethinergasse (Bezirk Gries).
Konkret ziehen am Montag und Dienstag die ersten Patienten der Psychiatrie und Psychotherapie um. Eine Woche später, am 22. Juni, folgt dann die Neurologie. All das erfolgt bei laufendem Betrieb. Die Notfallversorgung bleibt laut den Elisabethinen während des Zeitraums des Umzugs uneingeschränkt gewährleistet. Nur einzelne Bereiche wie das Schlaflabor oder einige Ambulanzeinrichtungen werden für kurze Zeit eingeschränkt.
In den vergangenen drei Jahren hat das Ordensspital einen dreigeschossigen Neubau errichtet, die bestehenden Gebäudeteile wurden saniert und modernisiert. Am Standort befinden sich auch die Fachbereiche Innere Medizin, Radiologie und Schmerzmedizin, dazu die Notaufnahme, Ambulanzen und Tageskliniken. In Summe gibt es nun 217 Betten.
„Neues Kapital in Grazer Gesundheitsversorgung“
„Mit der Zusammenführung unserer Abteilungen unter einem Dach schließen wir ein Kapitel der baulichen Entwicklung ab und eröffnen gleichzeitig ein neues Kapitel für die Gesundheitsversorgung in Graz“, betont der Geschäftsführer der Elisabethinen Graz, Christian Lagger. „Patientinnen und Patienten profitieren künftig von kürzeren Wegen, enger abgestimmten Behandlungsabläufen und einer noch stärkeren Vernetzung der Fachbereiche.“
Damit ist die große Neuordnung der Ordensspitäler in Graz abgeschlossen. Die Barmherzigen Brüder haben schon vor einigen Jahren, nach mehreren Ausbaustufen, alle Abteilungen in der Marschallgasse vereint und den Standort Eggenberg verlassen. Die Elisabethinen sind dort für die Übergangszeit eingezogen, nun konzentrieren auch sie alles an einem Ort. Medizinisch setzen die Barmherzigen Brüder primär auf operative Eingriffe, die Elisabethinen hingegen auf Psychiatrie, Altersmedizin und Neurologie.
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