Freude in Premstätten

Strabag-Rückzieher: Umstrittene Deponie vom Tisch

Steiermark
10.06.2026 14:35
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Große Erleichterung bei vielen Bewohnern von Premstätten (Bezirk Graz-Umgebung): Die umstrittene Deponie am Gelände des einstigen Ziegelwerks ist nun endgültig vom Tisch, die Strabag hat das Projekt zurückgezogen.

Beharrlichkeit und Ausdauer machen sich also doch bezahlt: Jahrelang stemmten sich die Bewohner von Premstätten mit Initiativen und auch mit Bürgermeister Matthias Pokorn (ÖVP) gegen eine geplante Deponie am Areal der ehemaligen Lehmgrube des Ziegelwerks. Die Strabag hatte hier eine Baurestmassen- und Bodenaushubdeponie mit einem Gesamtvolumen von stolzen 991.600 Kubikmetern geplant – und das über eine Betriebsdauer von rund 20 Jahren.

„Unsere Haltung war von Beginn an klar: Dieses Projekt in dieser Dimension und an diesem Standort ist aus Sicht der Gemeinde nicht mit den Interessen Premstättens vereinbar. Dabei ging es nie um Konfrontation, sondern darum, Verantwortung für unsere Bevölkerung zu übernehmen“, stellt der Ortschef klar. Insgesamt wurden über 200 Einwendungen eingebracht. 

Bereits im Vorjahr war die UVP-Verhandlung in Graz am zweiten Verhandlungstag abgebrochen worden. Die Strabag hätte als Projektwerberin Änderungen vornehmen sollen, war damals aber noch zuversichtlich, „dass das Projekt danach genehmigt und umgesetzt werden kann“. Doch jetzt folgt eben der endgültige Schlussstrich. Allerdings befindet sich das Grundstück weiter im Eigentum der Strabag.

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