Klosterneuburg

Rettung von Auen scheitert an Amtswegen

Niederösterreich
10.06.2026 11:30

Ein Hoffnungsschimmer hat sich aufgetan, was die Verbesserung des Zustandes der Au in Klosterneuburg (NÖ) betrifft. Es bleibt aber beim frommen Wunsch: Wasserexperte Peter Hofbauer macht zwar Vorschläge, der Bürgermeister kontert mit schwierigen Genehmigungen, die viel Zeit kosten würden.

Obwohl in ganz Österreich Flüsse niedrige Pegel haben, hat sich die Donau in Klosterneuburg leicht erholt, wie der Wassertechniker Peter Hofbauer berichtet: Das Niveau des Einflusses in den Seitenarm, der im gesperrten Altarm endet, sei wieder gestiegen. So bestehe die Chance, dass die grassierende Algenplage - die „Krone“ berichtete - mit genug Wasser weggeschwemmt werden könnte, erläutert er.

Hofbauer schlägt in einem Brief an Bürgermeister Christoph Kaufmann vor, dass man „mit nur einer Art Feuerwehrpumpe eine Besserung bewirken kann“, so der Anrainer, der in der Siedlung nahe des Auwaldes lebt. Der Aufwand wäre nicht groß: „Zwanzig Liter pro Sekunde sollten reichen, und das würde eine Feuerlöschpumpe schaffen.“

„Eine Donauabpumpsstelle ist kein ,Kaverliersdelikt´“, so der Stadtchef 
Die Sache hat nur einige Haken, wie auch Hofbauer bewusst ist: „Man müsse die Erlaubnis vom Land holen, das ginge über die Bezirkshauptstadt Tulln.“ Bürgermeister Kaufmann muss den Tatendrang allerdings bremsen: „Das sind sehr langwierige Verfahren. Nicht zuletzt deswegen, weil man auch auch die Via Donau, den Verbund sowie den Grundeigner, das Stift Klosterneuburg, bei einer Wasserentnahme mit einzelnen Ansuchen einbinden muss. Das dauert – außerdem stellt sich die Frage nach der Stromzuleitung.“ 

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