Hoffnung für Anrainer

Lkw-Verkehr am Buchauer Sattel: Gutachten kommt

Steiermark
09.06.2026 11:15
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Von weiten Teilen der regionalen Politik gefordert, ist am Dienstag ein erster Schritt in Richtung Lkw-Fahrverbot über den Buchauer Sattel in der Obersteiermark vollzogen worden: Die Verkehrsabteilung des Landes beauftragte ein neues Gutachten, in dem die Sicherheit in den Fokus rückt.

Nur einige Kilometer Luftlinie weiter südlich begeht man dieser Tage den ersten Jahrestag des Lkw-Banns über den Triebener Tauern. Die besonders betroffene Gemeinde Hohentauern atmet trotz großzügiger Ausnahmen für Ziel- und Quellverkehr auf, die Belastung sei „deutlich zurückgegangen“, sagte Bürgermeister Gernot Jetz bei einem „Krone“-Lokalaugenschein.

„Letztes Schlupfloch für Mautflüchtlinge“
Ähnliche Wünsche werden auch aus St. Gallen und Altenmarkt (Bezirk Liezen) geäußert. Der Lkw-Verkehr über den Buchauer Sattel (B117) ist vielen ein Dorn im Auge, der grüne Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner nannte ihn das „letzte Schlupfloch für Mautflüchtlinge in der Obersteiermark“.

Bisher scheiterte das Vorhaben an einem Gutachten aus dem Jahr 2019, das negativ ausfiel. Allerdings, meinen Transit-Kritiker, habe man damals vor allem auf die Flüssigkeit des Verkehrs und weniger auf die Sicherheit geachtet. Nun nimmt man einen neuen Anlauf: Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ) und Landesbaudirektor Andreas Tropper gaben ein entsprechendes Gutachten zur Einführung eines Fahrverbots auf der B117 ab 7,5 Tonnen – ausgenommen Ziel- und Quellverkehr – in Auftrag. Basis war ein Schreiben des Liezener Bezirkshauptmanns Nico Groger.

Verkehrslandesrätin Holzer
Verkehrslandesrätin Holzer(Bild: Christian Jauschowetz)

Engstellen und Steigung werden auf Sicherheit durchleuchtet
„Mein Zugang war immer, dass zunächst einmal benötigte Inhalte hinsichtlich Prüfung konkretisiert werden. Nachdem dies nun seitens des Bezirkshauptmannes geschehen ist, wurde ein Gutachten beauftragt“, sagt Holzer. Im Gegensatz zu 2019 sollen nun Daten zur Verkehrssicherheit speziell durch den Lkw-Begegnungsverkehr bei den Engstellen in St. Gallen und Altenmarkt sowie auf der Steigung im Ortsteil Weng erhoben werden.

Außerdem wird durch Anhaltungen und Befragungen eruiert, wie hoch der Anteil des Transitverkehrs am gesamten Lkw-Aufkommen ist – sprich: wie sich „Mautflüchtlinge“ und Ziel- und Quellverkehr die Waage halten.

Mit Ergebnissen rechnet man beim Land bereits in rund einem Monat. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit wurde mit den Erhebungen beauftragt, die Kosten – die immer wieder als Bremsfaktor ins Treffen geführt worden waren – halten sich mit rund 5000 Euro in Grenzen.

Grüne: Gesäuse-Region rasch entlasten
Lambert Schönleitner betonte, dass es eine grüne Initiative im Landtag gewesen sei, die den Stein ins Rollen gebracht habe. Das Gutachten sei ein „wichtiger erster Schritt“, nun gelte es, die Bevölkerung und den Tourismus in der Gesäuse-Region rasch zu entlasten.

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