Eine alarmierende Entwicklung in Salzburg zeigt der Arbeitsklimaindex 2025 der Arbeiterkammer auf. Immer mehr Menschen gehen krank zur Arbeit und leiden immer mehr unter extremem Stress. Ein Grund sind die knappen personellen Ressourcen. Auch bei den Pausen gibt es Probleme.
40 Prozent der Beschäftigten leiden nach eigenen Angaben unter häufigem Alltagsstress. 13 Prozent sogar unter extremen, was einer Verdoppelung zu den Vorjahren entspricht. 61 Prozent gingen trotz akuter Erkrankung arbeiten. Im Jahr davor waren es noch 53 Prozent. Der Hauptgrund dafür sind die Kollegen. Kranke wollen ihnen nicht mehr Arbeit aufhalsen, weil es zu wenig Personal gibt. Jeder fünfte Arbeitnehmer musste im vergangenen Jahr auch den Ausfall der gesetzlichen täglichen Arbeitspause hinnehmen.
„Diese Zahlen sind ein unüberhörbarer Alarmsignalknopf für den Salzburger Arbeitsmarkt“, warnt Michael Huber, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA Salzburg und fügt hinzu: „Es darf nicht zur Normalität werden, dass sich Beschäftigte bis zur völligen Erschöpfung aufreiben und krank im Büro oder Betrieb erscheinen, nur weil die Personalstände von den Arbeitgebern bewusst extrem klein gehalten werden.“ Für Huber muss die Arbeit so gestaltet werden, dass die Menschen gesund die Pension erreichen.
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