Auf der Hofbauer-Almhütte, an der Dreifaltigkeitskapelle in der Wienerstraße und an der Kapelle in der Schlossallee wurden Gedenktafeln inklusive QR-Codes errichtet. Sie sollen an die Gräueltaten in der steirischen Gemeinde erinnern.
Gedenktafeln als Mahnmale gegen das Vergessen und als Aufruf zur Zivilcourage: Nach diesem Motto hat die Gemeinde Kindberg im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag unter Bürgermeister Christian Sander 2025 – 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs – ein Gedenktafelprojekt ins Leben gerufen.
Projekt mit Historikern und Bürgern
Gemeinsam mit Historikern, Zeitzeugenforschern und engagierten Bürgern entstanden Gedenktafeln, die an drei wichtigen Orten im Gemeindegebiet sichtbar an die Opfer des NS-Terrors erinnern sollen. Die Gedenktafeln erinnern an die 138 pflegebedürftigen Menschen aus der damaligen Siechenanstalt Kindberg, die im Jahr 1941 deportiert und 137 von ihnen ermordet wurden, an die Opfer der Endphaseverbrechen auf der Hofbaueralm, an Widerstandskämpfer, Deserteure, Zwangsarbeiter und weitere NS-Opfer in der Region.
Die erste Gedenktafel wurde Ende Mai bei der Hofbauer-Almhütte feierlich enthüllt. Sie soll an das Massaker vom 27. April 1945 erinnern, bei dem mehr als zwanzig Menschen kurz vor Kriegsende ihr Leben verloren haben. Die weiteren Gedenktafeln wurden an der Dreifaltigkeitskapelle in der Wienerstraße und der Kapelle in der Schlossallee angebracht.
Die Tafeln sind zudem mit QR-Codes ausgestattet, wo Besucher Zugang zu weiteren Hintergrundinformationen erhalten können.
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