Andrea Berg verwandelt das Kitzbüheler Tennisstadion am 29. August in ein Sommermärchen – mit Hits, Herz und Veranstalter Thomas Rass als den Garant für Gänsehaut eng an ihrer Seite.
Wenn Andrea Berg am 29. August 2026 im Tennisstadion Kitzbühel auftritt, wird es eng auf den Rängen – und vertraut in den Ohren. „Du hast mich tausendmal belogen“, „Die Gefühle haben Schweigepflicht“, „Ich werde lächeln, wenn du gehst“: Songs, die jeder kennt, treffen auf neue Titel, die live oft direkter wirken als auf dem Album. Hinter dem Abend steht Veranstalter Thomas Rass mit seiner Kitzmusik GmbH, der das Stadion mit sicherer und bewährter Hand in eine emotional geladene Open‑Air-Arena verwandelt.
Ab 18.30 Uhr gehört die Arena ihr. Und Kitzbühel bekommt einen Abend, der nicht mit Superlativen wirbt, sondern mit dem, was zählt: einer Sängerin, die seit Jahrzehnten Menschen begleitet, und einem Veranstalter, der weiß, wie man ein Publikum abholt, bevor der erste Ton erklingt. Über diesen Ansatz, über Hits, die bleiben, und über ein Kitzbühel, das an diesem Abend anders klingt als sonst, sprach die „Krone“ mit Andrea Berg und Thomas Rass.
„Krone“: Frau Berg, Ihre Klassiker wie „Du hast mich tausendmal belogen“ oder „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ begleiten viele Menschen seit Jahrzehnten. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche dieser Songs in einer Open‑Air-Nacht wie in Kitzbühel dazugehören?
Andrea Berg: Viele meiner Songs gehören längst auch den Menschen, die sie über Jahre mit ihren Erinnerungen gefüllt haben. Einige Titel sind wie alte Freunde. „Du hast mich tausendmal belogen“ wird heuer 25 Jahre alt – kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht. Ende Juni verraten wir dazu eine besondere Neuigkeit. Beim Open Air in Kitzbühel werden wir das Jubiläum feiern. Unter freiem Himmel entfalten diese Klassiker ihre ganze Kraft, wenn Tausende sie gemeinsam singen und für einen Moment alles andere ausblenden.
Sie spielen in Kitzbühel vor einem sehr gemischten Publikum – Stammfans, Urlauber, Neugierige. Wie schafft man es, auf einer großen Bühne trotzdem einen Moment herzustellen, der sich für alle persönlich anfühlt?
Andrea Berg: Ehrlichkeit und Authentizität sind für mich zentral – Menschen spüren sofort, ob etwas echt ist. Auf der Bühne bin ich einfach Andrea, mit Freude, Dankbarkeit und meiner Liebe zur Musik. So entstehen persönliche Momente: Ein Song erinnert an eine große Liebe, an einen Sommer oder an jemanden, den man vermisst. Obwohl wir gemeinsam feiern, erlebt jeder seine eigene Geschichte – wie in einer großen Familie.
Gibt es etwas, das Sie vor einem Konzert wie diesem immer tun – einen Gedanken, eine Routine, einen kleinen privaten Moment, der Sie auf den Abend vorbereitet?
Andrea Berg: Ja, das gibt es tatsächlich. Bevor ich auf die Bühne gehe, nehme ich mir einen Moment nur für mich und denke daran, wie viele Menschen gekommen sind und welches Vertrauen darin steckt. Das erfüllt mich jedes Mal mit großer Dankbarkeit. Direkt vor dem Auftritt stimme ich mich dann gemeinsam mit meiner Band, meinen Tänzerinnen und Tänzern und meinem Team auf einen unvergesslichen Abend ein.
Thomas Rass gilt als jemand, der Konzerte mit ruhiger Hand organisiert. Wie wichtig ist Ihnen ein Veranstalter, der Atmosphäre nicht nur verspricht, sondern baut?
Andrea Berg: Ein Konzert entsteht nie allein auf der Bühne. Viele Menschen arbeiten im Hintergrund dafür, dass sich Künstler und Publikum wohlfühlen. Wenn ein Veranstalter wie Thomas in Kitzbühel mit Herzblut und Erfahrung dabei ist, spürt man das sofort. Atmosphäre lässt sich nicht bestellen – sie entsteht aus vielen kleinen Details und dem Wunsch, einen besonderen Rahmen für gemeinsame Erinnerungen zu schaffen.
Herr Rass, ein Open‑Air im Tennisstadion hat seine ganz eigenen Gesetze. Was ist für Sie der erste Gedanke, wenn Sie ein Konzert dieser Größe planen?
Thomas Rass: Die Atmosphäre im Kitzbüheler Stadion ist unvergleichlich: Die Nähe von Galerie und Bühne erzeugt eine Wucht, die Künstler wie Publikum trägt. Fast jeder Act funktioniert hier. Open-Airs bleiben wetteranfällig, und der Bühnenbau im geschlossenen Stadion erfordert mehr Handarbeit – aber sie zahlt sich aus.
Sie gelten als jemand, der Großveranstaltungen mit ruhiger Hand führt. Wo liegt für Sie bei einem Abend wie diesem das größte Risiko – und wo die größte Chance?
Thomas Rass: Eine Livesendung mit sechs Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern ist ein völlig anderes Risiko als ein Konzert vor 6000 Menschen. Bei TV-Produktionen zählt jedes Detail, vor allem Strom und Abläufe. Rund 350 Personen arbeiten daran – ansonsten sind es etwa 80.
Andrea Berg bringt eine enorme Fanbasis und klare Vorstellungen mit. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit, wenn eine Künstlerin mit so viel Erfahrung auf einen ebensolchen Veranstalter trifft?
Thomas Rass: Die Zusammenarbeit mit Uli Ferber, dem Ehemann und Manager von Andrea Berg, basiert auf Vertrauen und läuft seit vielen Jahren auf Augenhöhe. Das ist Vertrauen, das ist einfach die gleiche Wellenlänge. Andrea Berg zählt zu den größten Stars im gesamten deutschsprachigen Raum – und bringt Kitzbühel Gäste, die mehrere Tage bleiben. Das steigert die Wertschöpfung deutlich.
Wenn der letzte Ton verklungen ist und das Stadion leer wird: Was wünschen Sie sich beide, was die Menschen aus diesem Kitzbühel Abend mitnehmen? Frau Berg aus Sicht der Künstlerin, Herr Rass aus Sicht des Veranstalters.
Thomas Rass: Wenn die Besucher am Ende sagen: Das war ein Abend, den ich nicht vergessen werde, dann ist das für uns das schönste Geschenk. Am Ende zählt, dass Künstler und Publikum spüren: Ich komme wieder.
Andrea Berg: Wenn wir am selben Abend das nächste Konzert ankündigen und eine Woche später erneut ausverkauft sind, ist klar, dass der Funke übergesprungen ist. Für mich folgt Stille. Am nächsten Tag besuche ich die Gräber meines Vaters und meines Schwiegervaters – ein Moment der Verbundenheit, der mir Ruhe gibt und alles von mir abfallen lässt.
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