Mit gleich vier Uraufführungen wartet Patricia Nickel-Dönicke zum Einstand ihrer Intendanz am Landestheater Niederösterreich auf. Der Startschuss fällt am 19. September in St. Pölten.
Der Start der neuen Spielzeit ab Herbst steht für die gebürtige Deutsche ganz klar unter einem Motto: „Zwischen uns beginnt (jede) Geschichte“! Unter ihrer künstlerischen Federführung will Nickel-Dönicke ein neues spannendes Kapitel in der Geschichte des Landestheaters schreiben. Mit einem vergrößerten Ensemble, neuen Formaten und regionalen Vernetzungen.
Los geht es am 19. September mit einem außergewöhnlichen Gemeinschaftsprojekt: Als Eröffnungspremiere wird Bertolt Brechts „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ in der Inszenierung von gleich zwölf Regisseuren und Regisseurinnen zu sehen sein. Damit setzt Nickel-Dönicke gleich zu Beginn eine deutliche Handschrift – kollektiv, vielstimmig, offen für unterschiedliche Perspektiven. Gemeinsam mit einem aus der Bevölkerung gebildeten Stadtensemble wird ein Theaterabend über autoritäre Verführbarkeit, demokratische Fragilität und gesellschaftliche Verantwortung entwickelt.
Neben „Margarete“ nach Goethes „Faust“ als theatrale Videoinstallation (zu sehen ab 17. Oktober) oder der Mystery-Show „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ (ab 22. Jänner) werden etwa auch Hans Falladas „Der Trinker“ unter der Regie von Ilario Raschér ab 2. April und die „Geierwally“ zur Aufführung gebracht.
Junges Landestheater
Für das junge Publikum entsteht unter der Leitung von Leonie Rohlfing das Junge Landestheater (JuLa) – mit Produktionen wie „Oh yeah, Baby“ im KinderKunstLabor (Österreichische Erstaufführung) oder Michael Endes „Die unendliche Geschichte“. Das JuLa-Gründungsfest findet am 26. September in der Bühne im Hof mit Christine Nöstlingers „Die Sache mit dem Gruselwusel“ statt.
„Was spielt sich ab?“
Somit eine ordentliche Portion frischer Wind, der durch das 1820 gegründete Theater in St. Pölten weht: Patricia Nickel-Dönicke bringt das Landestheater auf eine „neue Entwicklungsstufe“, hält NÖKU-Geschäftsführer Paul Gessl anlässlich der Programmpräsentation in St. Pölten fest. Dafür stehen der neuen Intendantin 8,48 Millionen Euro zur Verfügung. Damit bleibt dem Publikum nur mehr die Frage: „Was spielt sich ab?“ Die Antwort darauf gibt es in der Programmbroschüre.
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