Im Grenzgebiet

Einbrecher lieferten sich wilde Verfolgungsfahrt

Steiermark
04.06.2026 11:32

Nachdem zwei Kroaten am Mittwoch beim Einbruch in ein Einfamilienhaus in Werndorf von der Hausbesitzerin überrascht worden waren, lieferten sie sich eine wilde Verfolgungsfahrt mit der Polizei über die Staatsgrenze hinweg. 

Diesen Coup haben sich die beiden Tatverdächtigen (24, 42) sicher anders vorgestellt. Zuerst lief alles noch wie geplant: In Werndorf brachen sie das Schlafzimmerfenster eines Einfamilienhauses auf, durchsuchten die Räumlichkeiten und stießen tatsächlich auf Goldschmuck und Goldmünzen im Wert von mehreren tausend Euro. 

Womit sie aber schon einmal nicht gerechnet hatten: Dass die Hausbesitzerin plötzlich zuhause eintraf und die beiden überraschte! Die beiden Männer machten sich sofort auf den Staub. Die geschockte Frau bekam noch mit, dass sie mit einem weißen Auto mit kroatischem Kennzeichen Richtung Autobahn und Spielfeld flüchteten. Die Automarke konnte sie aber nicht mehr wiedergeben. 

Stau hinderte Kriminelle an der Flucht
Auf Basis ihrer Angaben löste die Polizei eine grenzüberschreitende Alarmfahndung aus, wie Polizei-Pressesprecher Markus Lamb mitteilt. Die Polizisten der Dienststelle in Spielfeld zogen eine dementsprechende Grenzsicherung auf. Was den beiden mutmaßlichen Einbrechern ebenso nicht in die Karten spielte, war der starke Verkehr – unter anderem ausgelöst durch eine Baustelle in Slowenien, durch die es sich bis nach Österreich zurückstaute.  

Dennoch gab der Fahrer ordentlich Gas, zwängte den Wagen trotz Gehesteigsperre am Grenzübergang zwischen den anderen Fahrzeugen durch und raste über die Grenze. Per Blaulicht folgten ihm die steirischen Polizisten. Bei Šentilj gelang es den Beamten schließlich den Wagen zu stoppen und die beiden Männer festzunehmen. Sie wurden den slowenischen Behörden übergeben und befinden sich in Haft. Ein EU-Haftbefehl wurde erteilt, das Landeskriminalamt Steiermark hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Denn es steht im Raum, dass die beiden für weitere Straftaten infrage kommen.

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