Dänemark bekommt eine neue Links-Mitte-Regierung aus vier Parteien. Das teilte der dänische Hof am späten Montagabend mit. Zuvor hatte der frühere Ministerpräsident und bisherige Außenminister Lars Løkke Rasmussen die Verhandlungen zweimal platzen lassen.
Fast zehn Wochen nach der Parlamentswahl steht nun fest, dass Dänemark eine Koalition aus sozialistischer Volkspartei (SF), der linksliberalen Radikale Venstre, der Sozialdemokratischen Partei und der Partei Moderaterne der politischen Mitte bekommen wird. Gemeinsam haben sie 82 Sitze im Parlament, für eine Mehrheit wären 90 nötig. Eine Minderheitsregierung ist in Dänemark üblich, sie darf nur keine Mehrheit gegen sich haben. Die neue Regierung wird künftig wohl vor allem auf die Unterstützung der linken Partei Enhedslisten setzen, die elf Mandate hat.
Regierungschefin bleibt Mette Frederiksen, für die es nach 2019 und 2022 bereits die dritte Amtszeit ist. Sie hatte zunächst wochenlang erfolglos mit diversen Parteien verhandelt, nachdem die Wahl keine eindeutige Mehrheit für eines der politischen Lager ergeben hatte. Zwischenzeitlich hatte der Rechtsliberale Troels Lund Poulsen das Mandat für die Koalitionsverhandlungen bekommen, war aber damit auch gescheitert. Seit mehr als einer Woche hatte Frederiksen erneut den Hut aufgehabt.
Am heutigen Dienstag will Frederiksen eine Regierungsgrundlage präsentieren. Am Mittwoch sollen die neuen Ministerinnen und Minister dann König Frederik X. vorgestellt werden.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.