Das Grazer Kinder- und Jugendtheater Next Liberty hat am Montag seine Pläne für die Saison 2026/27 präsentiert. Dem Jahresmotto folgend, hat man „Lust auf mehr!“ und zeigt sechs Premieren und fünf Wiederaufnahmen.
In Zeiten, in denen bei der Kultur allerorts gespart wird, ruft Intendant Michael Schilhan ein mutiges Jahresmotto für die neue Saison am Next Liberty aus. Das Grazer Kinder- und Jugendtheater hat 2026/27 „Lust auf mehr!“, wie Schilhan erklärt: „Wir wollen mehr Mut. Mehr Fantasie. Mehr Geschichten. Mehr von dem, was uns stärkt und gefällt. Mehr von dem Gefühl, die Welt verändern zu können. Weil die Welt genau das braucht – und wir auch!“
Und welcher Stoff wäre dafür besser geeingnet als „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. „Es ist ein Stoff, der zeigt, dass Fantasie und Wirklichkeit keine Gegensätze sind, sondern einander bedingen“, sagt Chefdramaturgin Dagmar Stehring. Der Hausherr selbst wird die erste Premiere der Saison am 25. September inszenieren.
Doch es ist noch viel mehr geplant: Ensemblemitglied Christoph Steiner holt in einer Kooperation mit der Styriarte Mozarts „Zauberflöte“ auf die Bühne – und zwar in einer Version, die in nur 60 Minuten kindgerecht durch den Opernklassiker flattert. Zudem ist es dem erfolgreichen Poetry Slammer auch gelungen, die Slam-EM nach Graz ins Next Liberty zu holen: „Das Event findet das erste Mal in Österreich statt“, freut er sich.
Schilhan setzt auch auf starke Kooperationen mit regionalen Künstlern und Institutionen: Das Mariagrüner Kindertheater zeigt im Next Liberty mit „Merlin & Merlinchen“ eine Musicalfassung der Artussage, Martin Brachvogel und Lisa Horvath bringen Matthäus Bärs erfolgreiches Kinderbuch „Drei Wasserschweine brennen durch“ auf die Bühne und die steirische Regisseurin Julia Zach inszeniert Sibylle Bergs Erfolgsstück „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“.
Und zum Saisonfinale erklimmt man mit „Heidi“ einen ganz besonderen Berg der Kinderliteratur: Johanna Spyris Klassiker zeigt man in einer inklusiven Version – gemeinsam mit der Theaterakademie von LebensGroß und Regisseur Georg Schütky. Zudem werden auch Erfolgsproduktionen wie „Faust“, „Der Koffer der Adele Kurzweil“ und „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ wieder aufgenommen.
Mit diesem Programm will man auch die kommende Saison zu einem Erfolg machen. Die aktuelle Saison ist mit einer Auslastung von rund 84 Prozent, mehr als 32.000 Besucherinnen und Besuchern und drei Nominierungen für einen Stella-Theaterpreis für Schilhan „echt fantastisch“.
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