Hauchdünnes Ergebnis

Mit nur 12 Stimmen Vorsprung an Spitze gekämpft

Niederösterreich
31.05.2026 20:42

Bei der Neunkirchner Gemeinderatswahl siegte die Bürgermeisterpartei ÖVP hauchdünn mit nur 12 Stimmen Vorsprung vor der SPÖ, gefolgt von der FPÖ. „Wir für Neunkirchen“ und die Grünen landen am vorletzten und am letzten Platz. 

Es war spannend bis zum Schluss und kaum jemand wagte es, eine Prognose abzugeben. Jetzt ist es gewiss: Die ÖVP um Bürgermeister Peter Teix hat die Gemeinderatswahl in Neunkirchen mit 31,96 Prozent und 1571 Stimmen für sich entschieden. Nach Monaten voller politischer Turbulenzen und heftiger Debatten über die Finanzen der Stadt sprachen die Wähler der Volkspartei ihr Vertrauen aus.

(Bild: Krone Kreativ/Statistik Austria/Stadtgemeinde Neunkirchen)

ÖVP freut sich über den knappen Sieg
“Wir wollten als Erste durchs Ziel gehen und das haben wir erreicht“, so seine erste Stellungnahme. Jetzt geht es darum, mit wem man zusammenarbeiten wird. „Das Ziel muss passen und die Harmonie“, so Teix. Er möchte so schnell wie möglich eine Regierung haben, denn: „Es gibt viel zu erledigen“. Und er betont, er werde mit jedem sprechen. Nur zwölf Stimmen Unterschied gibt es zur SPÖ, die 1559 Stimmen erhielt und damit knapp das Rennen um die stärkste Partei verpasste.

FPÖ ist stolz auf fast 20 Prozent der Stimmen
Jubel gibt es bei der FPÖ – die verlorenen Mandate konnten zu einem großen Teil wieder zurückgewonnen werden. Die Blauen liegen nun mit 19,12 Prozent und 948 Stimmen auf Platz drei. Spitzenkandidat Helmut Fiedler dazu: „Wir werden mit viel Herzblut und Hausverstand unseren Auftrag erfüllen.“

Berlosnig wird Vizebürgermeistersessel räumen
Gar nicht enttäuscht zeigt sich Vizebürgermeister Marcus Berlosnig, der mit seiner Liste „Wir für Neunkirchen“ an den Start ging und mit 8,96 Prozent auf dem vorletzten Platz landete. „Wir haben bei Null begonnen und sofort 444 Neunkirchner von uns überzeugen können“. Er bereitet sich jedoch schon darauf vor, seinen Vizebürgermeistersessel zu räumen.

Die Grünen hätten sich mehr erwartet
Enttäuscht zeigt sich der Grüne-Spitzenkandidat Johannes Benda: „Wir haben uns mehr erhofft“, heißt es. Seine Partei hat um 15 Stimmen weniger als noch 2025 und liegt jetzt am letzten Platz. „Trotzdem werden uns unsere drei Mandate bleiben“, so Benda.

Auch die Wahlbeteiligung ist für viele enttäuschend. Sie lag bei 51,96 Prozent, in etwa gleich niedrig wie 2025. Insgesamt gaben 5035 von 9960 Wahlberechtigen ihre Stimme ab.

Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem Mandatare von SPÖ und Grünen ihre Sitze zurückgelegt hatten. In der Folge sorgten parteiinterne Streitigkeiten, der Ausschluss von sieben der neun FPÖ-Mitglieder sowie die angespannte Finanzlage der Stadt immer wieder für Schlagzeilen.

In den nächsten Tagen beginnen die Koalitionsverhandlungen. Dann wird sich zeigen, ob der nächste Bürgermeister wieder Peter Teix heißt – oder doch eher Günther Kautz oder vielleicht sogar Helmut Fiedler? Man wird sehen.

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