Feuerwehren gefordert

Nächste Gewitterfront: „Mechthild“ ist im Anmarsch

Steiermark
31.05.2026 11:29

Am Samstagabend waren zahlreiche steirische Feuerwehren gefordert: Unwetter sorgten für umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, eine Bahnsperre und zwei Waldbrände. Und die nächste Gewitterzelle ist schon im Anmarsch. „Mechthild“ zieht am Sonntagnachmittag ins Land.

Eine kräftige Gewitterzelle zog am Samstagabend über die Steiermark. Kurz vor 19 Uhr ging der erste Alarm bei den Feuerwehren im Bezirk Liezen ein, berichtet Bereichsfeuerwehrsprecher Christoph Schlüßlmayr: In Grundlsee, wo gerade noch das Narzissenfest gefeiert wurde, war ein Baum auf die Straße gestürzt. Auch in Admont, Rottenmann und Pyhrn wurden die Kräfte zu ähnlichen Einsätzen alarmiert.

In Selzthal fing ein Baum nach einem Blitzschlag Feuer und stürzte aufs Gleis. Nach einer kurzen Sperre der dortigen ÖBB-Strecke konnte aber wieder Entwarnung gegeben werden. Der zweite Waldbrand – wohl auch durch das Unwetter ausgelöst – flammte in Wörschach auf. Vier Feuerwehren und ein Hubschrauber des Bundesministeriums waren noch am Sonntag mit Löscharbeiten auf dem 100 mal 100 Meter großen Areal beschäftigt.

Auch im Feuerwehrbereich Knittelfeld ging ein kurzes, aber heftiges Gewitter nieder. Besonders betroffen war die Gaberl-Bundesstraße: Zahlreiche umgestürzte Bäume blockierten die Fahrbahn. In der Stadt Knittelfeld deckte der Sturm einige Dächer ab – Wasser drang in die Häuser ein. Auch in den Gemeinden Rachau, Preg, Seckau, St. Marein und Kobenz waren die Einsatzkräfte gefordert.

Lange können die Einsatzkräfte nicht durchschnaufen – die nächste Gewitterfront ist bereits im Anmarsch. Sie zieht am Sonntagnachmittag ausgehend von der Obersteiermark über das Land, erklärt Ubimet-Meteorologe Christoph Matella. Er prognostiziert „Regenschauer, drei bis vier Zentimeter großen Hagel und Sturmböen mit bis zu 80 km/h“. „Wir sind für weitere Einsätze natürlich immer gewappnet“, sagt Feuerwehrsprecher Schlüßlmayr.

Die Gewitter sind die Vorboten einer Kaltfront, die den Namen „Mechthild“ trägt und vom Westen aus nach Österreich zieht. „Ab Montag ist das Wetter wieder ruhiger, dafür gehen die Temperaturen auf maximal 24 Grad zurück“, sagt Meteorologe Matella.

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