Schlacht ohne Schlamm

Mit wenig Geld für die Zukunft der Stadt kämpfen

Niederösterreich
30.05.2026 07:30

Als abtrünnige Partei der FPÖ hält die Liste „Wir für Neunkirchen“ jetzt sieben Mandate. Ob davon wieder einige zurück an die FPÖ fallen werden, wird sich bereits morgen zeigen. Beim Wahlkampfbudget wurde gespart, dafür setzte man auf viel mehr persönliche Kontakte. 

Fast ruhig war es im Wahlkampf der ehemaligen Blauen rund um den Juristen und Vizebürgermeister Marcus Berlosnig. Keine Wahlplakate, die das Stadtbild prägen, keine polternden Wahlkampftöne wie sie seit Wochen von seiner ehemaligen Partei, der FPÖ, zu vernehmen sind. „Bis jetzt haben wir etwa 6000 Euro für Wahlwerbung ausgegeben“, so der Vizebürgermeister – Geld, das er aus seiner eigenen Kasse erst mal vorgestreckt hat.

Sparsamer Wahlkampf mit nur 6.000 Euro
„Wir haben uns gegen Wahlplakate entschieden“, so Berlosnig, der – nach dem Ausschluss aus der FPÖ – mit der Bürgerliste „Wir für Neunkirchen“ am Sonntag, an den Start geht. Und: „Wir sind fleißig auf der Straße unterwegs, reden mit den Leuten und verteilen unsere Flyer“. Für ihn steht fest, dass der Sparkurs fortgesetzt werden muss und er ist stolz darauf, dies auch gemeinsam mit dem Koalitionspartner ÖVP geschafft zu haben. „Die Schlammschlacht, die jetzt tobt, ist genau das, was niemand wollte“, so Berlosnig.

Kritik an Fiedlers Wahlwerbung in Bundesheeruniform
Mit Helmut Fiedler hatte er während des Wahlkampfes keinen persönlichen Kontakt. Ärgerlich findet er, dass dieser in militärischer Uniform auf Facebook Wahlwerbung betrieb. „Gerade das Bundesheer genießt besonderes Vertrauen in der Bevölkerung, das durch politische Instrumentalisierung nicht beeinträchtigt werden darf“, so Berlosnig.

Fiedler rechtfertigt Postings mit „Fehler eines Mitarbeiters“
„Dieser Fehler ist leider einem Mitarbeiter passiert, dem diese Fotos ,hineingerutscht’ sind“, rechtfertigt sich FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler. Er betont, sie nach 20 Minuten sofort wieder gelöscht zu haben. „Ich wurde von zuständiger Stelle darüber belehrt und habe mich dafür entschuldigt“. Das wurde auch von Seiten des Verteidigungsministeriums bestätigt: „Nachdem die Postings sofort wieder gelöscht wurden, wurde von einem Disziplinarverfahren abgesehen“.

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