Wie sieht die Zukunft von Oliver Glasner aus? „Es geht leicht verkatert zurück nach London. Dann heißt es Wohnung räumen – und es geht zur Familie“, verriet der Erfolgscoach nach dem Conference-League-Triumph seinen Plan für die kommenden Tage. Einen neuen Verein hat der 51-Jährige noch nicht.
„Ich habe alles bis jetzt gecancelt. Ich hatte keine Lust und keine Energie, mit einem anderen Klub zu sprechen“, sagte der Noch-Crystal-Palace-Trainer am Mittwoch nach dem 1:0 im Finale der Conference League gegen Rayo Vallecano in Leipzig. „Ich habe mich zu 100 Prozent auf die Jungs konzentriert, denn sie haben 100 Prozent Oliver Glasner verdient!“
Zahlreiche Spekulationen
Zuletzt war Glasner unter anderem mit Besiktas, Fiorentina, Milan, Leverkusen und sogar als Niederlande-Teamchef in Zusammenhang gebracht worden. Es ist jedoch auch gut möglich, dass er in der Premier League bleibt. Die Türen beim FC Chelsea (Verpflichtung von Xabi Alonso) und Manchester United (Verlängerung mit Michael Carrick) sind jedoch bereits zu.
Nach seinen Erfolgen ist Glasner jedenfalls – auch bei den Topklubs – heiß begehrt. In seiner rund zweieinhalbjährigen Amtszeit gewann er neben der Conference League auch den FA-Cup und den Community Shield – es waren die ersten drei Titel in der Historie von Crystal Palace.

Wharton lobt Glasner
„Man kann die Gefühle nicht in Worte fassen. Einfach unglaublich. Es war sein letztes Spiel als Palace-Trainer. Der Unterschied, den er in den zweieinhalb Jahren gemacht hat, ist unglaublich“, schwärmt Mittelfeldmann Adam Wharton von Glasner. „Erstmals im Europacup und dann gleich der Sieg. Es ist ein massiver Unterschied, wie er es geschafft hat, dass der Klub auf die Wettbewerbe blickt. Es geht nicht nur darum, in der Premier League zu bleiben und nach Europa zu kommen. Wir wollen gewinnen und streben nach dem Höchsten.“
Feier mit „ein paar Bier“
Der Conference-League-Titel war der krönende Abschluss für Glasner. „Ich habe im Fußball gelernt: Alles, was ich heute sage, ist morgen falsch“, meinte der Österreicher zu seiner Zukunft. „Ich weiß, dass ich mit den Spielern feiern und ein paar Bier trinken werde.“
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