Motorrad-Werbung

Förderung für Initiative, die Lärm ins Land lockt!

Tirol
26.05.2026 16:00

Dass Land und Bund Initiativen unterstützen, um mehr Motorradfahrer auf die Tiroler Pässe zu bringen, ist für das Transitforum absurd. „Unsere Täler vertragen nicht noch mehr Verkehr und Lärm“, sagt Obmann Fritz Gurgiser zur „Krone“.

Mit einem Brief wandte sich Fritz Gurgiser und das Transitforum Austria-Tirol dieser Tage an Landeshauptmann Anton Mattle und Minister Norbert Totschnig. „Seit Wochen beschweren sich die Mitglieder des Transitforums Austria-Tirol ebenso wie Sympathisanten wieder über den steigenden Biker-Freizeitlärm durch unsere engen Täler und Pässe, die zum Teil direkt an Ruhegebieten, Natura 2000-Gebieten und Naturparks liegen“, beginnt Gurgiser den Brief.

Unverständlich ist für ihn in diesem Zusammenhang, dass auch noch Werbung dafür gemacht wird, um noch mehr Biker anzulocken – und das mit Steuergeld.

„Leute können nicht mehr in den Garten gehen“
„Um alle diese Pässe befahren zu können, müssen die Biker zuerst durch unsere engen Täler – sei es am Fernpass, am Seefelder Plateau, im Achental oder all den anderen Regionen im Land. Orte, in denen schon heute einem Großteil der Anrainer die Freiheit der Nutzung ihrer Liegenschaften durch hohe Lärmbelastung versagt wird. Die Leute können teils nicht mehr in den Garten gehen“, sagt Gurgiser.

Zitat Icon

Wir gehen davon aus, dass das Biker-Problem sowohl im Bund als auch im Land bekannt ist. Die Subvention durch Land und Bund muss abgestellt werden.

Fritz Gurgiser

Als ein Beispiel nennt er das Hahntennjoch zwischen Imst und dem Lechtal. Dort konnte die Situation dank 200.000 Einzelschallpegelmessungen der „Xunds Leben“-Gruppe Lechtal verbessert werden – seit April 2021 gelten dort Fahrverbote für laute Motorräder. „Wir gehen davon aus, dass das Biker-Problem sowohl im Bund als auch im Land bekannt ist. Und ein Blick nach Südtirol zeigt auch, dass es dort erheblichen Unmut beispielsweise rund um das Sella- sowie das Grödnerjoch gibt und generelle Biker-Fahrverbote gefordert werden.“

Die Lärm-Förderung sofort abdrehen
Daher müsse „diese unsägliche ,Lärm-Förderung’ von Land und Bund unverzüglich abgedreht werden“, sagt Gurgiser. Er betont aber, dass es hier nicht um eine Biker-Hetzjagd geht, sondern darum, Land und Leute zu schützen.

„Wir haben Verständnis für Biker, die ihrem Hobby mit sattem Gedröhne nachgehen wollen. Aber wir haben null Verständnis, wenn das in engen Tälern bis weit hinauf geschieht und auf der Passhöhe bei Kontrollen dann zuerst die Ohrenstöpsel unter dem Helm entfernt werden, um die Polizei zu verstehen“, sagt Gurgiser abschließend.

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